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Schulfussion
Räumliche Verbesserungen für die Medizinische erwartet / Eigenständigkeit weg
Die Tröten der Medi-Fachschüler klangen noch bis in den Kreistagssaal, als der Kreistag über die Fusion von Medizinischer Fachschule und Berufsschulzentrum Lindig diskutierte. Proteste hatten die Abgeordneten bereits vor dem Gebäude empfangen. "SBBZ, nein danke", lautete der Tenor. Nach dem Beschluss waren die Schüler nicht glücklich, aber auch nicht so erbost, wie man erwarten konnte.
BAD SALZUNGEN - Der Kreistag beschloss fast salomonisch: Die beiden Schulen werden aufgelöst, eine neue gemeinsame gegründet - und die heißt "Staatliches Berufsschulzentrum und Medizinische Fachschule". Um das "und" war zuvor gerungen worden - auf Vorschlag von Andreas Kaufmann (Freie Wähler) wurde es am Ende beschlossen. Kaufmann war "in der Pause da unten bei den Schülern", die wollten "ein Miteinander auf gleicher Augenhöhe" - ausgedrückt auch im Namen der Schule. Da auch das Kultusministerium, wie Dezernentin Claudia Döring erklärte, am Tag der Kreistagssitzung empfohlen habe, die Medi nicht als Abteilung ins SBBZ einzugliedern, sondern beide Schulen aufzuheben und eine neue gemeinsame zu gründen, war die Richtung bald klar.
Der Schulausschuss hatte fix zu Beginn des Kreistages noch einmal getagt und dies abgesegnet, wie Vorsitzender Manfred Grob erläuterte. Die Fraktionen brauchten auch nicht lange, um sich zu verständigen - und so hatte mit 40 Minuten Verspätung der entscheidende Kreistag begonnen. Die Prognosen zu den Berufsschüler-Zahlen, die Dezernentin Döring vorlegte, ließen dem Kreistag keine andere Wahl, als die beiden Schulen zu vereinigen. SPD-Fraktionschef Matthias Kehr hatte zuvor einen alten Antrag seiner Fraktion, die Medi in die Schweinaer Regelschule zu bringen, zurückgezogen. Sein Fraktionskollege Günter Pohl hofft nun, dass das jahrelange Hin und Her am BBZ jetzt ein Ende findet. Die Vereinigung auf gleicher Augenhöhe - für ihn eine "optimaler Lösung", auch für die Stabilisierung des BBZ, das der Landkreis schließlich einmal für 26 Millionen Euro für den gesamten Wartburgkreis gebaut habe. Für die Kurregion habe es einen hohen Stellenwert, dass es die Medizinische Fachschule gebe.
Deren qualitativ hochwertige Ausbildung auch über die Wirren der Zeit lobte Kurt Kellner, CDU, und es gab dafür Beifall aus den Reihen der Zuschauer. Er bedauerte allerdings, dass die Bemühungen, die Medi im Oberland zu halten, nicht gefruchtet hatten. Er akzeptiere aber die jetzige Entscheidung. Oberland-Kollege Jürgen Holland-Nell (SPD) stimmte jedoch offenbar aus Verärgerung über die Nicht-Lösung für Schweina gegen den Beschluss - als einziges Kreistagsmitglied.
Sowohl Gerald Pietsch (CDU) als auch Hans-Jörg Lessig (PDS) wollten die "Macht des Faktischen" - die sinkenden Schülerzahlen - nicht wegdiskutieren und stimmten dem Vereinigungsbeschluss zu.
Die Schüler der Medizinischen Fachschule mögen damit "quantitaiv etwas erreicht haben, qualitativ wohl eher nicht", befürchtet Schülersprecher René Klarhold. Es werde nun hoffentlich einen eigenen Flügel für die Schule geben, doch muss sie ihre Eigenständigkeit aufgeben, für die die Schüler und Lehrer gekämpft hatten. Die Schülerzahlen an der Medizinischen Fachschule sind in den letzten Jahren stabil geblieben - entgegen dem allgemeinen Trend am BBZ, betont er. (freies wort 11.05.07)
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