Die Jenaer SPD unterstützt die Pläne des FC Carl Zeiss Jena und der Faninitiative "Unser Stadion", das Ernst-Abbe-Stadion zu einem reinen Fußballstadion umzubauen. Der Fußball ist für Jena ein wichtiger Image- und Standortfaktor und hat einen hohen Identifikationsgrad über die Stadtgrenzen hinaus, der auch in Zukunft erhalten bleiben muss. Verein, Faninitiative und Politik sind nun gefordert, gemeinsam ein Konzept zu erstellen, um die Idee zeitnah zu realisieren.
"Dieses Konzept muss vor allem eine seriöse Finanzierung des Projekts beinhalten," hebt Dr. Jörg Vogel, Kreisvorsitzender der Jenaer SPD, hervor. Der Vorschlag der CDU-Stadtratsfraktion zum Bürgerhaushalt, das Stadion komplett aus kommunalen Mitteln zu finanzieren, ist unmöglich und wenig zielführend. "Zumal es bei einer zufrieden stellenden Lösung nicht bei den 30 Millionen Euro für den Stadionumbau bleibt", ergänzt Vogel, "denn ein Umbau des Stadions zu einer Fußballarena darf dabei nicht auf Kosten anderer wichtiger Projekte geschehen." Ein nachhaltiges Konzept muss in die mittelfristige Finanzplanung der Stadt Jena passen. Vogel: "Wir sind stolz darauf, die städtische Verschuldung in den letzten Jahren sehr erfolgreich zurückgefahren zu haben. Dieser Weg muss weiter fortgesetzt werden."
Die Realisierung einer umfassenden Sportstättenentwicklung muss solide durchfinanziert sein. Wenn sich die Jenaer CDU schon öffentlich für diesen Vorschlag ausspricht, erwarten wir nunmehr von Herrn Seela und Frau Wackernagel, dass sie sich für ein Bekenntnis der Landesregierung einsetzen. Denn ohne nachhaltige Förderung durch das Land ist in
Deutschland noch keine Fußballarena realisiert worden. Zusätzlich muss sich der Verein um private Investoren bemühen.
Die Stadt Jena könnte die infrastrukturelle Anbindung der neuen Sportstätten übernehmen. Dabei ist sich die Stadt ihrer Verantwortung für den Fußball auch derzeit schon bewusst: Schon jetzt fließen jährlich 700.000 Euro in das in städtischer Hand befindliche Ernst-Abbe-
Sportfeld.