„In Gera gibt es großartiges Engagement für die Kultur und die Entwicklung denkmalgeschützter Kulturstätten“, sagte gestern der SPD-Landtagsabgeordnete Frank Warnecke, den die „Unterwegs für Thüringen“-Sommertour der SPD-Fraktion am Donnerstag in seinen Betreuungswahlkreis führte. Im Mittelpunkt seines Besuchs standen kulturelle Angebote in Gera.
Eines seiner Ziele war das Hofgut in Untermhaus. Denn auch ihm sei der schwelende Konflikt zur Zukunft der Sommerspielstätte des Kabaretts „Fettnäppchen“ bekannt. Nun wollte er sich vor Ort selbst ein Bild von der Situation machen.
Bei einem Rundgang überzeugte sich Warnecke davon, wie sich das Hofgut durch das große Engagement der Betreibergesellschafft unter Leitung von Eva-Maria Fastenau entwickelt hat. „Ich bin beeindruckt, was Frau Fastenau und ihre Mitstreiter hier in den vergangenen Jahren geleistet haben.“ Umso verwunderter sei er über den Umgang mit der Kulturinstitution „Fettnäppchen“ seitens der städtischen Kultur-GmbH.
„Mit der richtigen Unterstützung durch die Stadt können die Betreiber in Untermhaus noch so manchen Schatz für Gera heben“, verwies Warnecke auf die Möglichkeiten des Areals. Dass er sich auch eines der T-Shirts mit der Botschaft „Hände weg vom Hofgut!“ sicherte, sei für ihn selbstverständlich.
Zum Abschluss nutzte der Sprecher der Landtagsfraktion für Bau und Infrastruktur noch die Gelegenheit, die imposanten Hochwasserschutzmaßnahmen zwischen Hofgut und Weißer Elster zu besichtigen.
Noch vor seinem Termin im Hofgut hatte Warnecke gemeinsam mit dem SPD-Fraktionsvorsitzenden im Landtag, Matthias Hey, das Kultur- und Kongresszentrum besucht. Bei einer Führung durch die Sozialdezernentin Frau Schöneich und den Fachdienstleiter Kultur Herrn Dr. Rühling erfuhren sie vom großen Investitionsbedarf in der Geraer Stadthalle und vom laufenden Architektenwettbewerb.
„Mit Mitteln aus dem Kulturlastenausgleich, den die SPD in der letzten Legislatur durchgesetzt hatte, konnte hier im KuK der Brandschutz modernisiert werden“, nahm Warnecke den Dank der KuK-Verantwortlichen gerne auf. „Für uns als SPD-Landtagsfraktion ist klar: Wir setzen uns auch für den Erhalt dieser Landesmittel ein“. Zur konsequenten Entwicklung des Hauses und der Eventfläche seien nun konkrete Sanierungs- und Nutzungskonzepte notwendig.