
Podiumsteilnehmer gemeinsam mit Gerhard Botz
Am 13. Juni fand auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Dr. Gerhard Botz in der Landessportschule Bad Blankenburg eine gesundheitspolitisches Forum statt.

Am 13. Juni fand auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Dr. Gerhard Botz in der Landessportschule Bad Blankenburg eine gesundheitspolitisches Forum statt.
Zu den eingeladenen Fachleuten aus Politik und Gesundheitswesen zählten Dr. Marlies Volkmer, Bundestagsabgeordnete und Mitglied im Ausschuss für Gesundheit, Dagmar Künast, Landtagsabgeordnete und Mitglied im Ausschuss für Gesundheit und Soziales, Dr. med. Eberhard Köhler, Chefarzt der Thüringen Kliniken Saalfeld-Rudolstadt, Dr. med. Rocco R. Majoros, Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Saalfeld, sowie Friedrich Albes, Geschäftsführer der Kreiskrankenhäuser Sonneberg-Neuhaus.
Marlies Volkmer wies zu Beginn der Diskussion darauf hin, dass alle in den vergangenen Tagen in den Medien veröffentlichten Beiträge über Pläne der Großen Koalition, die beinhalten, dass die Kosten von Privatunfällen und die Zahnbehandlung nicht mehr von den Krankenkassen bezahlt werden, reine Spekulation sind. Beide Maßnahmen seien mit der SPD nicht mehrheitsfähig.
Auf das Problem Ärztemangel und Rettungsdienst machte Dr. Köhler aufmerksam. Wenn das das neue Arbeitsgesetz in Kraft trete, bedeute das für den ärztlichen Rettungsdienst in Saalfeld, Rudolstadt und Pößneck eine Arbeitszeit von 60 Stunden. Dies sei für niemanden zumutbar, so Köhler.
Friedrich Albes richtete folgende Aufforderung an die Politik: ?Ein funktionierendes Gesundheitssystem ist und bleibt ein wichtiger Standortfaktor.? Wenn es der Politik nicht gelänge, eine vernünftige Reform auf den Weg zu bringen, sei der bisherige Standort Deutschland mittel- und langfristig gefährdet. Auch beklagte er das ständige Anwachsen der Mittel, die für Gesundheit aufgebracht werden müssen (bisher 130 Mrd./Euro pro Jahr) und das Beharren auf dem beitragsfinanzierten System. ?Für den sinkenden Anteil der Bevölkerung die ihre Arbeitskraft verkauft, wird die Belastung immer größer.? Das skandinavische Modell des Gesundheitssystems, welches stärker steuerfinanziert ist, somit Lohnnebenkosten gering halte und den Faktor Arbeit entlaste, könne als Orientierung gelten.
?Es war eine gelungene Veranstaltung, die vor allem von der lebendigen Diskussion der Podiumsteilnehmer, aber auch den Fragen aus dem Publikum lebte?, so Dr. Gerhard Botz.
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