Dirk Schütze, Linda Monsees, Steffen Lemme (von links) Steffen Lemme wagte sich am Markttag in die CDU-Hochburg Bad Sulza. Am Stand hatte er durch Dirk Schütze einen kompetenten Partner aus der Region Weimarer Land. Ebenfalls an seiner Seite: Linda Monsees, die im unterstützenden Team mitwirkt und im SPD-Ortsverein Erfurt ihre politische Heimat hat.
Ein unwahrscheinlich großer Wahlkreis - der WK 191", bekennt Lemme, der sich vorgenommen hat, dort aufzutreten, wo viele Bürger zusammenkommen, etwa die Märkte, das bevorstehende Heichelheimer Kartoffelfest oder in Hohenfelden zum 1. Käsemarkt.
"Menschlich anständig und aufrichtig durchs Leben gehen, ist meine Maxime", sagt Lemme und will seinen zahlreichen Gesprächspartnern auch weiterhin Toleranz. Offenheit und Respekt zollen. Vor allem aber will er zuhören und für Veränderungen streiten.
09:00 Uhr - Markt in Bad Sulza
Der Infostand ist schnell aufgebaut und schon sucht Steffen Lemme den Kontakt zu den Menschen. Es gilt die druckfrische Wahlkreis-Zeitung zu verteilen, und mit den Leuten ins Gespräch zu kommen. Steffen Lemme will etwas für die Menschen in der Region tun und „dafür muss man wissen, wo der Schuh drückt“ sagt er.

Mit der Frauengruppe sind Lemme und Schütze schnell im Gespräch, erfahren viel über ihre Sorgen und Nöte und bekommen auch ein paar "Hausaufgaben" mit auf den Weg - um die Abwanderung sollen sie sich kümmern!
Nach dem Markt vorbei ist, geht es noch schnell ins Neubau-Gebiet der Stadt. Dort werden die Kandidatenflyer von Tür zu Tür in den Briefkästen verteilt.
mittags in Niedetrebra
Steffen Lemme ist zum Gespräch im örtlichen Senioren und Pflegeheim eingeladen. Die Leiterin Frau Münch führt ihn durch das Haus. Die Einrichtung hat Platz für 40 Bewohnerinnen und Bewohner und biete auch eine Tagespflege an. Die Tagespflege ist wichtig, damit die alten Leute auch einmal wieder aus ihrem Alltag von zu Haus geholt werden und wieder auf andere Menschen treffen und somit die Gelegenheit zum Gespräch und zum Austausch bekommen.

14:30 Ortsteil Bergsulza – Frauentreff der AWO
Steffen Lemme ist vom Frauentreff der Arbeitwohlfahrt zum Kaffee eingeladen. Hier warten schon 20 Frauen auf den SPD-Kandidaten und bombardieren ihn so gleich mit reichlich Fragen. So kommt auf das leidige Thema des sich verstetigen Rechtsextremismus im Ort zu sprechen und Lemme stellt klar, dass für ihn an einem NPD-Verbot kein Weg vorbei führt. Dies könne jedoch nur ein erster Schritt sein, um den rechtextremen Aktivitäten, auch in Bad Sulza, zu begegnen. Lemme geht auf die Gesundheitsreform und die Pflegereform ein. Die SPD will, dass alle Einkommen zur Finanzierung des Gesundheitswesens herangezogen werden – er steht für die Einführung der Bürgerversicherung. Auf das Thema Rente angesprochen, erklärt Lemme das Modell der Gewerkschaften, in dem wie bei der Bürgerversicherung alle Einkommensarten zur Finanzierung der Rente herangezogen werden sollen. Damit ließe sich der Altersarmut, die angesichts der niedrigen Löhne in Thüringen droht, durch höhere Renten begegnen.
Abschließen wird der Kandidat noch um eine Einschätzung des Ergebnisses der Landtagswahl gebeten. Für am wichtigsten ist, dass der Einzug der NPD in den Landtag verhindert werden konnte. Ebenfalls gut ist, dass die SPD nun an der nächsten Landesregierung beteiligt sein wird. Nach seinem Favoriten für den Ministerpräsidenten gefragt, sagt Lemme: „wichtig ist, dass das Land vorankommt. Dafür geben die Wahlprüfsteine der Thüringer Gewerkschaften reichlich Anregungen. Diese sollten der Maßstab für eine nächste Regierungsbildung sein.“

16:00 Uhr Besuch des Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers
Das KZ Bad Sulza wurde von Oktober 1933 bis zum 1. August 1937 in einem alten Hotel der Kur-Stadt Bad Sulza betrieben. Bad Sulza war das erste KZ auf deutschem Boden und spielte somit eine sehr traurige Rolle im Deutschen Faschismus. Mehr Informationen zu dem KZ Bad Sulza gibt es im Internet bei Wikipedia.
"Es ist mehr als bedauerlich, dass an diesem Ort noch immer eine Gedenkstätte fehlt. Dieser Ort des Zeitgeschehens verfällt langsam und es ist bedauerlich, dass das Gelände droht der Zeit zum Opfer zu fallen", so Lemme.
Für den Bundestagskandidaten ist klar dass hier etwas getan werden muss. Wenn das Land dies nicht alleine kann, dann muss der Bund einspringen. Die Geschichte dieses Konzentrationslagers muss, so Lemme, besser aufgearbeitet werden und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
