Am Dienstag den 26.10. gab es zum Eichplatz eine Pressekonferenz der Koalitionsfraktionen in den SPD Fraktionsräumen. Nachfolgend der Presseartikel von Herrn Frank Döbert vom 27.10.2010 in der OTZ Jena.
Die Beschlussvorlage zur Auslegung des Bebauungsplanes Eichplatz wird am 27.10.2010 ein wichtiges Thema im Stadtrat sein.
Jena: "Die Wunde Eichplatz heilen"
Von Frank Döbert
Vor der heutigen Entscheidung des Stadtrates zur Auslegung des Bebauungsplanes Eichplatz haben die Fraktionschefs der Koalition deutlich gemacht, dass SPD, CDU und Grüne der Beschlussvorlage zustimmen werden.
Jena. "Die gegenwärtige Situation auf dem Platz ist nicht zufriedenstellend, unser Anliegen ist es die Wunde Eichplatz zu heilen", so Dr. Jörg Vogel (SPD).
Die Auslegung der Planungen ab dem 15. November sei als Ausgangspunkt für eine verbindliche und gemeinsame Gesprächsgrundlage innerhalb der Koalition zu werten und zugleich der Startpunkt für die Bürgerbeteiligung. Eine Kluft zwischen Stadt und Bürgerschaft zu "konstruieren", sei aus Sicht der Koalition "nicht angemessen", und es gehe auch nicht um eine Proforma-Beteiligung. Kleinteilige Wohnbebauung, attraktiver Einzelhandel und urbane Qualität – unter diesen Prämissen soll gebaut werden. "Aber das wird kein zweiter Botanischer Garten sein, auch nicht eine "Schillerpassage" und auch nicht eine Wagnergasse", so Dr. Vogel. Er machte auch noch einmal klar, dass man im Rahmen der Auslegung noch nicht über die Architektur auf dem Areal rede, das sei erst der nächste Schritt.
Aber man müsse, wenn es soweit ist, über die Architektur mitreden, bekräftigte Benjamin Koppe (CDU). Der Ausschreibungstext müsse vom Werksausschuss mitgetragen werden. Wir erhoffen uns einen möglichst hohen Anteil an Wohnbebauung", betonte er. Anders als beim Baufeld 3 soll es bei Feld 2 keine zwingende Festschreibung geben, "um Investoren nicht zu verprellen".
Für Denis Peisker (Grüne) sind nicht nur die Baumersatzpflanzungen auf dem Platz wichtig, sondern auch eine Dachbegrünung der Neubauten statt Lüftungsanlagen, und die Frage, ob zu den öffentlichen Räumen auf dem Platz auch Innenhöfe gehören. Bei der Abwägung der Einwendungen zum Bebauungsplan komme es darauf an, wie flexibel der für Investoren gestaltet werden könne und wie viel von der Stadt festzuschreiben ist. "Wir sollten den Mut haben, nach so vielen Jahren nach vorn zu gehen", sagte er.
Liegt der Fokus nun (erst seit neun Wochen) ganz auf dem Eichplatz, oder wird parallel nach dem vollendeten Abriss auch der Inselplatz entwickelt? "Wir sehen in den nächsten zwei Jahren keine Fortschritte auf dem Platz", so Denis Peisker. Dr. Jörg Vogel: Ein Campus für die Universität dort sei wünschenswert, ließe sich aber nur mittelfristig realisieren. Was bei dem ersten Gespräch zwischen Staatsekretär Prof. Deufel, der Stadt und der Universität in Sachen Campus heraus gekommen ist, wollte er allerdings nicht sagen.
26.10.2010, 19:36 Uhr