Mit tiefer Trauer hat die Weimarer SPD vom Tode Dr. Heinz Nehrlings am 24.11.2004 erfahren. Sie verliert damit eines ihrer prominentesten Mitglieder.
(Pressemitteilung 28.11.2004)
Dr. Heinz Nehrling verstorben
Die Weimarer SPD hat eines ihrer prominentesten Mitglieder verloren. Dr. Heinz Nehrling, Staatssekretär a.D., ist am vergangenen Mitwoch nach langer, schwerer Krankheit verstorben. Heinz Nehrling, Sohn des 1943 ermordeten Weimarer sozialdemokratischen Widerstandskämpfers Kurt Nehrling, war in den 50er Jahren in die Bundesrepublik gegangen, gehörte von 1962 bis 1973 dem Nordrhein-Westfälischen Landtag an und arbeitete danach bis 1993 in verschiedenen Ministerien des Landes Nordrhein-Westfalen. Nach der politischen Wende in der DDR half er beim Aufbau der Weimarer SPD und siedelte nach seiner Pensionierung wieder in seine Geburts- und Heimatstadt über. Besonders engagiert war Nehrling in den letzten Jahren bei den Weimarfreunden, als deren Stellvertreter er für längere Zeit fungierte.
"Heinz Nehrling war immer ein konstruktiv-kritischer Begleiter der Prozesse in Weimar, der mit seinen reichen Erfahrungen sehr viel geben konnte. Sein Tod ist ein großer Verlust für uns," so SPD-Kreisvorsitzender Matthias Bettenhäuser. Noch Ende des vergangenen Jahres hatte Heinz Nehrling das Entstehen der Broschüre über seinen Vater "Sozialdemokraten gegen Hitler - Die Widerstandsgruppe Nehrling-Eberling in Weimar" von Harry Stein und Udo Wohlfeld maßgeblich unterstützt. Die Trauerfeier findet am kommenden Freitag, 10.00 Uhr, auf dem Hauptfriedhof statt.