Nach bestätigten Informationen des Juso Kreisvorstandes Greiz planen Neonationalsozialisten die Eröffnung eines Stützpunktes der NPD oder der NPD-Jugendorganisation "Junge Nationale" in Greiz.
Nachdem die NPD letzten Samstag ihren Wahlkampf in Gera eröffnet hat, gibt es bereits glaubwürdige Pläne zur Gründung eines Braunen Kreisverbandes in Greiz. Dieser soll wahrscheinlich Personen im Greizer Raum eine Anlaufstelle zur Koordinierung ihrer Aktivitäten bieten. Schaut man in Städte wie Jena, Gotha oder Erfurt wo rechtsradikale Gruppen mit menschenverachtendem Gedankengut beinahe im 14tägigen Takt durch ihre Aktionen den Einsatz von mehreren Hundertschaften der Polizei auslösen, so kann man sich ein Bild machen, was der friedlichen Bevölkerung von Greiz droht. Da war der braune Aufmarsch am 05.03.2005 nur eine Kostprobe! Kinder und alte Menschen werden sich im Dunklen nicht mehr auf die Straße trauen, potenzielle Investoren werden um die Stadt Greiz einen großen Bogen machen.
Abwehrmaßnahmen gegen die Eröffnung einer neonationalsozialistischen Zentrale planten die Greizer Jusos bereits kurz nach der Nazi-Demonstration am 05. März dieses Jahres.
Ein Kernstück ist die Gründung eines "Präventionsrates", in dem Vertreter von Parteien, Kirchen, und Gewerkschaften sowie der Polizei vertreten sind. Andere Städte hatten mit einem solchen Instrument der Demokratie bereits große Erfolge. Die SPD Kreisvorsitzende Heike Taubert unterstützt dieses Vorhaben und wird in den nächsten Tagen Einladungen versenden.
Weiter werden alle Vermieter und Makler hiermit aufgefordert, keine Räume an Nazis zu vermieten oder zu verkaufen.
Wollen die Bürgerinnen und Bürger der Greizer Region nicht in einem braunen Sumpf aus Rassismus, Intoleranz und falscher Ideologie versinken, müssen sie den Nazis die Lust auf diese Stadt gewaltig vertreiben.