Für die Kinder ist er einfach nur Hans-Jürgen.
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Für die Kinder ist er einfach nur Hans-Jürgen.
Der SPD-Mann lebt an diesem Vormittag gefährlich. Niklas und Justin können nämlich ganz schön kräftig gegen den Ball treten. Die beiden Fünfjährigen spielen Fußball und Hans-Jürgen steht im Tor. Er beweist zwischendurch, dass er das runde Leder auch die in Luft schießen kann. Niklas und Justin sind beeindruckt. Die Erzieher auch. Ihr Fazit: Der SPD-Landtagsabgeordnete Hans-Jürgen Döring macht sich gut als Praktikant.
In blauer Jeans und blauem Hemd springt der Bildungsexperte aus Worbis von einer Ecke zur anderen. Die Kinder haben ihn gut angenommen, schätzt die Heilpädagogin Patricia Elsner ein. Sie wirft ein Auge auf die integrative Gruppe der Kindertagesstätte der AWO in Leinefelde. Dort macht Döring Praktikum. Einen Tag lang. Es ist Wahlkampf. Es geht um die SPD-Forderung nach 2000 zusätzlichen Stellen für Erzieherinnen. Damit soll nach den Worten von Döring jedem Kind eine optimale Förderung gegeben werden.
Auf dem Papier sieht es gut aus im Haus von Annegret Glauser. Sie leitet die AWO. Den 130 Kindern stehen derzeit 30 Angestellte gegenüber. Für 145 Kinder ist die Einrichtung mit integrativer Gruppe ausgerichtet. Nach einem nicht auf anhieb logisch erscheinenden Berechnungsschlüssel wird die Zahl der Erzieher und Pädagogen festgelegt. Jedes viertel Jahr muss Glauser den Taschenrechner bemühen. Dann wird das Verhältnis Erzieher und Kinder neu festgelegt. So kann es sein, dass Kindergärtnerinnen entweder mehr oder weniger arbeiten müssen.
Die Realität fernab komplizierter Berechnungsformeln sieht wenig rosig aus, weiß die AWO-Chefin. Vor allem bleibe kaum Zeit für Vor- und Nachbereitung der Kinderbetreuung. In der Regel arbeiten die Angestellten 35 Wochenstunden. Die Zeit aber ist nicht ausreichend, um Ideen zu entwerfen, wie die Kleinen effektiv beschäftigt werden können, und zum Schreiben von Protokollen. Darin ist nachzulesen, wie sich jedes Kind entwickelt. Das müssen die Erzieher meist in nach Feierabend erledigen, in ihrer Freizeit.
Ehrenamtlich quasi. Überstunden können nicht bezahlt oder abgebummelt
werden, sagt Glauser. Dann würde noch mehr Personal fehlen.
Der Landtagsabgeordnete ist geschafft. Drei Stunden hält er schon die Kinder auf Trab oder die Kinder ihn, je nach dem. Mit dem Praktikum könne er nun im Landtag besser argumentieren, und es sie glaubwürdiger. Jetzt weiß ich, wovon ich spreche. Die Mehrarbeit gehe auf Kosten der Erzieher, deshalb brauchen wir mehr Stellen. Je nach politischer Konstellation nach der Wahl steht deshalb fest: In einem Koalitionsvertrag mit der SPD würden die zusätzlichen Plätze für die Erzieherinnen festgeschrieben, so Döring. Mit Blick auf die CDU-Familienoffensive von Dieter Althaus empfiehlt er dem
Ministerpräsidenten auch ein Praktikum im Kindergarten.
Niklas ist das politische Gerede egal. Er wartet ungeduldig auf Hans-Jürgen.
Es gibt jetzt Essen.
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