Das Thüringer Meer von Mitteldeutschland

Veröffentlicht am 27.08.2010 in Allgemein

marcus® im Interview mit Rolf Baumann, dem Sprecher für Tourismus der
SPD-Fraktion im Thüringer Landtag, zur Initiative Thüringer Meer.

Ende Juli lud die Initiative Thüringer Meer um Hartmut Holzhey die Thüringer Landtagsfraktion der SPD zu einer doch sehr außergewöhnlichen Präsentation ein.

Hier noch einmal die Fakten zum Thema:
Das Thüringer Meer (Saale-Kaskade) ist Deutschlands größtes und landschaftlich reizvollstes Stauseegebiet. Im Rahmen des damaligen größten europäischen Wasserbauprojektes wurde die Saale-Kaskade von 1925-1942 zum Zwecke des Hochwasserschutzes sowie der Energiegewinnung und Elb- bzw. Mittellandkanalwasseranreicherung errichtet. Der Verein Thüringer Meer e.V. möchte die erheblichen touristischen und damit ökonomischen Ressourcen der Region gemeinsam mit Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft erschließen. Als Grundvoraussetzung wurden deshalb als erstrangige Hauptziele die Instandsetzung des Landesstraßennetzes, der Wiederaufbau der Brücke Linkenmühle und die Schaffung eines wassernahen Radrundweges um den Hohenwartestausee formuliert. Es folgten Vorortbegehungen mit der amtierenden Ministerpräsidentin Frau C. Lieberknecht, mit allen Fraktionen im Landtag, den Bürgermeistern der Anliegergemeinden, und den Landräten der Anliegerkreise sowie eine Großveranstaltung im April 2010 für alle Interessierten.

Herr Baumann, wie sollte das Vorhaben Ihrer Meinung nach umgesetzt werden?
Persönlich begrüße ich diese Initiative außerordentlich und möchte mich zunächst bei den vielen ehrenamtlich Aktiven, die sich mit großem zeitlichem und finanziellem Aufwand zum Wohle der Region einsetzen, für ihr Engagement bedanken.
Um die durchaus positiven Ideen umsetzen zu können, sollten zunächst Einzelmaßnahmen klar definiert und in zeitliche Kategorien gegliedert werden, sprich in kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen. Danach müssen diese auf ihre Wirksamkeit und Umsetzbarkeit geprüft werden unter Beachtung naturschutzrechtlicher, baulicher, und finanzieller Aspekte. Geachtet werden muss auch die Auswirkung auf den vorhandenen Tourismus, auf die Befindlichkeiten der Einwohner und vor allem auch darauf, welches tourismuspolitisches Konzept hier überhaupt verfolgt werden soll. Wenn diese offenen Fragen geklärt sind, dann kann man über die Zeitschiene für die Umsetzung reden.

An was für ein Zeitfenster denken Sie dabei?
Das hängt meines Erachtens sehr davon ab, wie die Akteure vor Ort miteinander kooperieren. Meines Wissens hat der Kreistag Saalfeld-Rudolstadt jüngst einen Antrag aller Fraktionen verabschiedet, der die Bildung einer Arbeitsgemeinschaft vorsieht. Landrätin Marion Philipp hat die Bürgermeister der Region und Landrat Roßner wohl bereits für den 30. August zu einem ersten Treffen eingeladen. Ich begrüße das sehr und das kann die Entwicklung durchaus beschleunigen. Wichtig ist, dass man hinsichtlich der Ziele, der Zuständigkeiten und der Finanzierung Einigkeit herstellt.

Nehmen wir einmal an, die Forderung von Dagmar Szabados (SPD), Oberbürgermeisterin von Halle/Saale, dass die Länder Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen fusionieren, würde in den nächsten 5 Jahren wahr werden, wie würde sich dies auf das Vorhaben auswirken?
Für die Thüringer SPD-Landtagsfraktion steht das Thema derzeit nicht auf der politischen Agenda. Forderungen nach einer solchen Länderfusion ignorieren die momentane Lebenswirklichkeit in unserem Land und die fehlende Unterstützung der Bevölkerungsmehrheit für ein solches Projekt. Entsprechend viel Zeit müsste investiert werden, um eine solche Fusion überhaupt vorzubereiten. Für annähernd realistisch halte ich hier 15-20 Jahre Vorbereitungszeit. Wenn man das so betrachtet, hätte also eine Fusion von Bundesländern auch keine schnelle positive Wirkung auf das Vorhaben.
Für uns Sozialdemokraten sind aktuell andere Themen als eine Länderfusion vorrangig. Das sind u.a. die wirtschaftliche Sicherheit und soziale Gerechtigkeit in Krisenzeiten sowie die Stärkung der Bildungslandschaft.

Vielen Dank für das Interview.

 
 

Homepage Rolf Baumann

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