ASF unterstützt die Proteste Thüringer Hebammen

Veröffentlicht am 27.08.2010 in Allgemein

Auf bundesweiten Mahnwachen kämpfen Hebammen für eine angemessene Bezahlung und für eine Sicherung Ihrer Existenz. Jeden Donnerstag werden vom 01. Juli bis 14. Oktober 2010 in jeweils einem der 16 Bundesländern Mahnwachen durchgeführt.
So auch vergangen Donnerstag in Erfurt auf dem Anger.

Die ASF unterstützt die Forderungen der Thüringer Hebammen.

Die Verhandlungen mit den Krankenkassen endeten am 05. Juli 2010 mit einem Schiedsstellenspruch. Durch die Schiedsstelle wurde deutlich gemacht, dass zum Beispiel eine auskömmliche „Einpreisung“ der Haftpflichtprämie gegen den gesetzlichen Grundsatz der Beitragsstabilität verstoßen würde. Damit wird deutlich, dass sich die Politik nicht aus der Verantwortung stehlen und die Sicherstellung der geburtshilflichen Angebote einfach auf Dritte abwälzen kann. Die Erfüllung des Sicherstellungsauftrages liegt primär bei der Politik, insbesondere beim Bundesgesundheitsministerium. Von dort erwarten wir gesetzgeberische Signale.
Deutliche Signale zur Verbesserung der Situation der Hebammen kamen von den Teilnehmern und Teilnehmerinnen der Gesundheitsministerkonferenz am 1. Juli in Hannover, die die Problematik der Hebammen auf ihrer Tagesordnung hatte. Die Gesundheitsministerin Thüringens, Heike Taubert, suchte das Gespräch mit den Hebammen der Auftaktmahnwache. Sie teilte mit, dass die Gesundheitsministerkonferenz bemüht sei, konkrete Lösungsvorschläge an die Bundesregierung zu erarbeiten.
Allerdings ist es nun an der Zeit, dass neben den wortreichen Bekenntnissen der Politik auch Taten folgen, weil sonst die Leistungsangebote wie zum Beispiel die Wahlfreiheit des Geburtsortes oder flächendeckende Wochenbettbesuche durch eine Hebamme nicht mehr aufrechterhalten werden können. Die neue Hebammenvergütungsvereinbarung ist jedenfalls nicht geeignet, eine nachhaltige Existenz freiberuflich oder im Belegsystem tätiger Hebammen zu sichern.
Unsere Forderungen:
 Die Sicherstellung der Wahlfreiheit des Geburtsortes
 Der Erhalt der Hebammenhilfe in Deutschland
 Angemessene Arbeitsbedingungen in einem Beruf von Frauen für Frauen und ihren Familien

Weitere Informationen:
Elke Pirrhs, Vorsitzende Hebammenlandesverband Thüringen e.V.,
E-Mail: pirrhs[at]hebammenlandesverband-thueringen.de

Quelle: Pressemitteilung des Hebammenlandesverbandes Thüringen

 
 

Homepage ASF Thüringen

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