Danke Barbara !

Veröffentlicht am 02.07.2012 in Allgemein

Anspruchsvoller Amtsübergang
Montag, 02. Juli 2012, 15:06 Uhr
Es war der gemeinsame Wunsch des zukünftigen Oberbürgermeisters der Stadt Nordhausen, Dr. Klaus Zeh, und des bisherigen Stadtoberhauptes Barbara Rinke, seinen Amtsantritt und ihren Abschied nach 18 Dienstjahren mit den Menschen „unserer Stadt“ feierlich zu begehen. Und das geschah gestern im Audimax der Fachhochschule...

Ein Abend voller musikalischer Darbietungen mit Überraschungen, Würdigungen, Anerkennungen und zukünftiger froher Erwartungen. Und deshalb zuvor eine, wie der Berichterstatter meint, bedenkenswerte Einschränkung durch die Wahl des Veranstaltungsortes und der organisatorischen Vorbereitung.

Das vorgesehene Programm ließ eine Zeitdauer von gut zwei Stunden erwarten. Und das nahm in mehrfacher Hinsicht einen anspruchsvollen Verlauf: anspruchsvoll das Programm selbst, von Theaterintendant Lars Tietje gewohnt souverän moderiert, und von den jeweiligen Akteuren inhaltlich teilweise ausgesprochen kreativ gestaltet.

Anspruchsvoll aber auch mit zunehmender Dauer der Veranstaltung in Bezug auf das Stehvermögen der Teilnehmer, einer großen Zahl älterer Bürger, wie das angesichts der demografischen Entwicklung erwartet werden musste. Die aber scheint bei der Stadtverwaltung und/oder auch beim Stadtrat als für die Wahl des Veranstaltungsortes zuständig, noch nicht angekommen zu sein.

Mit der logischen Folge, dass diese relativ große Zahl älterer Bürger, die der Einladung gefolgt waren, das Programm teilweise nur mit erheblicher Willensanstrengung verfolgen konnten. Die wenigen seitlich des Raumes bereitstehenden Stühle und einige Abstelltische reichten als Sitzgelegenheiten bei weitem nicht. Die meisten mussten – wie alle anderen Teilnehmer auch – stehen. Wie dazu zu erfahren war, hatte der Stadtrat aus Kostengründen für das Audimax statt für das Theater gestimmt.

Wo eine ausreichende Zahl an Sitzplätzen vorhanden gewesen wäre. Dem feierlichen Verlauf mag es keinen Abtrag getan haben, dem Ansehen Nordhausens als demografiebewusste Stadt bei seinen Bürgern aber schon.

Nun aber zum Programm der Veranstaltung, das musikalisch von dem Gitarrenensemble „Con fermezza“ unter Leitung der Musiklehrerin Daniela Heise eröffnet wurde. Schon das ein höchst bemerkenswerter Auftakt, hat dieses Ensemble doch erst vor wenigen Wochen bereits zum dritten Mal den Orchesterwettbewerb des Deutschen Musikrates in der Kategorie Gitarrenensemble gewonnen. Hier waren es drei Sätze Dieter Kreidlers „Fantasia delle Corde“, die zu Gehör gebracht wurden. nnz wird gelegentlich noch zu diesem Ensemble und seiner Leiterin berichten. Nachdem Lars Tietje danach die Gäste begrüßt und ins Programm eingeführt hatte, kam der Liedermacher Ronald Gäßlein, ebenfalls auf einer Gitarre, zum Vortrag. Mit einer auf das Thema des Abends zugeschnittenen Hommage.

Ihm folgte mit einer recht unkonventionell gehaltenen Laudatio Jenas Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter, der sich schnell als guter Bekannter der Oberbürgermeisterin outete. Und zunächst die Vita Barbara Rinkes mit ihren Verdiensten als Oberbürgermeisterin Nordhausens während 18 Jahren, aber auch als mehrjährige Präses der Evangelischen Kirche Deutschlands würdigte. Um dann auch den Weg ihres Nachfolgers, des nunmehrigen Oberbürgermeisters Dr. Klaus Zeh – zum Teil allerdings auch nach „on dits“ -
über viele Stationen des politischen Lebens – aufzuzeigen und zu würdigen. Wobei er das Amt eines Oberbürgermeisters als eines der schönsten, aber auch beschwerlichsten bezeichnete.

Spätestens hier drängte sich allerdings dem Berichterstatter der Eindruck auf, dass sich seine Laudatio, wie auch die folgenden Ansprachen und Grußworte, zumindest phasenweise entlang einer „Small talk“-Grenze bewegten. Wobei natürlich zu berücksichtigen ist, dass von einer Veranstaltung wie dieser nichts anderes zu erwarten war. Im Vordergrund standen also Verdienste und Würdigungen des bisherigen Stadtoberhauptes samt des Stadtrates um das Wohl der Stadt und seiner Bürger. Und Beteuerungen, dass ihr Nachfolger ein gutes Erbe antreten könne.

Und das alles vor einem Auditorium, zu dem eine Delegation aus der Partnerstadt Ostrów Wielkopolski gehörte, Landes- und Kommunalpolitiker, Vertreter aus Wirtschaft, Kirche und Gesellschaft. Und eben auch zahlreiche Nordhäuser Bürger. Die den bis dahin gehörten musikalischen Vorträgen und nun der Laudatio Dr. Albrecht Schröters gehörig Beifall zollten. Es war ja auch nicht die Stunde einer kritischen Analyse, Nordhausen entwickelte sich insgesamt gesehen in den vergangenen 18 Jahren zu einem modernen, erfolgreichen und angesehenen Gemeinwesen, das sich unter der neuen Leitung der Stadtverwaltung weiter in bisheriger Weise entwickeln sollte.

Allerdings auch mit neuen Akzenten, wie OB Dr. Zeh in seiner Ansprache betonte. Die aber stand erst später auf dem Programm.

Und das wurde erst einmal fortgesetzt mit Vorträgen, die als Grußworte angesagt wurden. Als solches konnte man zwar noch das des Bürgermeisters der polnischen Partnerstadt, Jaroslaw Urbaniak ansehen, doch schon beim folgenden Superintendenten Michael Bornschein geriet das Grußwort zu einem sowohl rhetorischen, als auch musikalischen Vortrag, mit dem der Kirchenmann neben jedem Liedermacher bestehen könnte. Und auch sein Vortrag galt vornehmlich der scheidenden Oberbürgermeisterin auf würdigende, teils auch humorvolle Weise. Und leitete dann über auf ihren Nachfolger Dr. Zeh. Dabei gewann man den Eindruck, dass der Superintendent diesmal unter ökumenischen Gesichtspunkten auch im Sinne seines katholischen Amtsbruders, Dompfarrer Richard Hentrich, sprach, bzw. seinen Part übernommen hatte. Schließlich stehen ja beide Amtsinhaber ihren Kirchen außerordentlich nahe.

Auf nüchterneren Boden kam dann Dr. Manfred Schröter, erster Bürgermeister Nordhausens nach der Wende, in seiner Ansprache zurück, dem schließlich noch der Präsident der Hochschule, Prof. Dr. Jörg Wagner, folgte. Ihre Grußworte entsprachen – jeder in seiner Art – den würdigenden Inhalten der vorhergegangenen Ansprachen. Und damit der Veranstaltung.

Nach einer musikalischen Überleitung durch das Streichquartett des Loh-Orchesters folgte als feierlicher Höhepunkt der Veranstaltung die Übergabe der Amtskette von der scheidenden Oberbürgermeisterin Barbara Rinke an ihren Nachfolger. Und Beider Eintrag in das Goldene Buch der Stadt Nordhausen. Es folgten Ausführungen des nunmehrigen Oberbürgermeister zu seinem Amtsantritt mit dem Anerkenntnis, zu ernten, was in den 18 Jahren des bisherigen Stadtoberhauptes, als Saat gelegt und aufgegangen ist, aber eben auch mit der Versicherung, eigene Akzente setzen zu wollen und alles zu tun, das der Stadt Nordhausen und ihren Menschen dient.

Seinen Ausführungen war zu entnehmen, dass er sich über die Schwere der Aufgabe – er sprach die Schuldenlast der Stadt an -keinen Illusionen hingibt. Wobei andererseits sein besonderer Dank seiner Frau galt, die ihn in all den Jahren, die er bisher politisch wirkte, mit viel Verständnis zur Seite stand. Und das auch weiter tun will. Dabei die Hilfe Gottes erbat, die ihm helfen und befähigen soll, auch in Zukunft seiner übernommener Aufgabe gerecht zu werden. Wie das schon in der Vergangenheit der Fall war.

Eine würdige und feierliche Verabschiedung Barbara Rinkes aus ihrem Amt und der Beginn der OB-Ära des Dr. Klaus Zeh fand schließlich durch den Aufmarsch des Bergmannschores und dem Lied der Bergleute „Glück auf...“ seinen Abschluss.
Julius Seifert

 
 

Homepage SPD-Kreisverband Nordhausen

SPD Thüringen aktuell:

SPD Thüringen
Die beschlossenen Maßnahmen sind zu begrüßen und vor allem konkret. Eine Senkung der Spritpreise um 17 Cent ist eine spürbare Entlastung. In einem Flächenland wie Thüringen ist bezahlbare Mobilität besonders wichtig.

04.03.2026 13:01
Wandel braucht Sicherheit.
Ein Gastbeitrag von Elisabeth Kaiser, der Beauftragten der Bundesregierung für Ostdeutschland

Am 26. April wird im Amt Creuzburg das Bürgermeisteramt gewählt. Anfang Februar hat der SPD-Ortsverein seinen Kandidaten auf einer Mitgliederversammlung nominiert.

Zur Homepage der SPD Thüringen

Neues aus dem Landtag:

SPD-Fraktion Thüringen

PRODUCT

Design

Content

Publish

RESOURCES

Blog

Careers

Docs

About

COMMUNITY

Join

Events

Experts

Leider gibt es die gesuchte Seite nicht oder nicht mehr.

Es ist etwas schief gelaufen.

Jetzt für unseren Newsletter anmelden!