SPD-Politikerin Kanis erfreut über Zuwanderungsrekord in Thüringen /
Zuwanderung ist wichtig, um dem Fachkräftemangel zu begegnen
„Das sind gute Zahlen für Thüringen und für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes.“ Mit diesen Worten begrüßt Regine Kanis, migrationspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, den heute bekannt gewordenen Zuwanderungsrekord nach Thüringen. Mehr als 10.000 Menschen, so viele wie nie zuvor, sind demnach im vergangenen Jahr aus dem Ausland in den Freistaat eingewandert. Das berichtete die Thüringer Allgemeine am Montag.
„Bis zum Jahr 2020 fehlen uns 100.000 Fachkräfte“, erklärt Kanis. „Wenn wir dieses Defizit nicht ausgleichen, haben wir bundesweit und international mit einem riesigen Standortnachteil zu kämpfen.“ Thüringen sei daher in den kommenden Jahren verstärkt auf Zuwanderung angewiesen.
„Nun kommt es darauf an, dass wir in Thüringen eine Willkommenskultur schaffen, die es Zuwanderern leicht macht, sich hier niederzulassen und sich heimisch zu fühlen“, sagt Kanis. Dazu zählt die Abgeordnete die unbürokratische Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufs- und Ausbildungsabschlüssen, die Ausweitung von Integrations- und Sprachangeboten, aber vor allem auch ein intensiveres Miteinander von Alt- und zugewanderten Neu-Thüringern. „Wir dürfen nicht immer nur davon reden, dass Thüringen ein weltoffenes Land ist, wir müssen das auch leben“, zeigt sich Kanis überzeugt. Schließlich profitiere der Freistaat nicht nur ökonomisch von der Zuwanderung. „Jeder Mensch ist mit seiner Heimatkultur eine Bereicherung für Thüringen und trägt zur bunten Vielfalt unserer Gesellschaft bei“, sagt Kanis.










