Bürgermeister Böhme will in Ronneburg ab 22.00 Uhr Ruhe haben

Veröffentlicht am 19.07.2005 in Bildung & Kultur

Informationen über die abgesagte Goßveranstaltung in Ronneburg und die Rolle des Bürgermeisters.

Im Ronneburger Schloss kein Platz für Partys
Goßveranstaltung kurzfristig abgesagt

Ronneburg (KW). Das Bild hatte Rainer Schulze schon vor Augen: Das Ronneburger Schloss erstrahlt in einem großen Abschlussfeuerwerk. Doch das einzige was brennt, das ist die Luft, sagt Veranstalter Schulze inzwischen genervt. Seine Schloss-Party, die am 6. August steigen sollte, ist geplatzt. 1000 Leute sollten mindestens kommen. Jetzt sagt der Ronneburger Band, Sponsoren und natürlich den Feuerwerkern ab. Auch das 1. Ronneburger Burgfräulein wird?s nicht geben.

Die Flyer waren schon druckreif, als Rainer Schulze vorgestern den Anruf aus der Stadtverwaltung bekam. "Ich sollte die Party doch am besten absagen, wurde mir geraten." Schulze, der in Ronneburg schon mit seinen Ossi-Partys das Schützenhaus füllte, war baff. Schließlich hat er eine E-Mail von Kulturamtsmitarbeiter Thomas Plarre in der Hand, die die "terminliche Einordnung" bestätigt. Allerdings, und das ist der Streitpunkt der Geschichte, für das Open Air sei eine Sperrzeit von 22 Uhr einzuhalten. Da lohnt sich der Eintritt nicht, wenn 19 Uhr das Fest beginnt. Deswegen hatte sich Schulze um eine Ausnahmegenehmigung bemüht. In Ronneburg, das wurde ihm schnell klar, vergibt die nicht das Ordnungsamt, sondern der Bürgermeister.

Schulze kann sich gut erinnern, dass Manfred Böhme anfangs von der Idee begeistert war. Schließlich tanzt in Ronneburg nicht gerade der Bär, die Veranstalter stehen nicht Schlange. Dann muss der Rathauschef eine ziemliche Kehrtwende hingelegt haben. "Es gibt keinen Vertrag, und ich kenne keine Fakten", erklärt Böhme, warum das Fest mit seiner "Lärmkulisse und sonstigen Auswirkungen" nicht genehmigt wird. Zudem sei der Burghof derzeit teilweise Baustelle und damit für Großveranstaltungen kaum geeignet. Auch in Zukunft werden es Veranstalter nicht leicht haben, denn Böhme macht die Verwaltungsentscheidung lieber zum Politikum: Über eine Sperrzeitverkürzung müsste der Kulturausschuss entscheiden. Für den hat jetzt gerade die Sommerpause begonnen.

Die Bogenbinderhalle samt Freiplatz hält Böhme übrigens für geeigneter. Schulze setzt aber gerade auf das Flair der Schlossanlage. Und während die Party ins Wasser fällt, läuft im Gästebuch auf der Homepage von Ronneburg eine aufgewühlte Debatte um Kulturangebote in der Stadt.

(OTZ vom 15.07.2005)


SPD wirft Bürgermeister Böhme Willkür vor
Schloss-Party-Streit löst Kritik aus

Ronneburg. Wieder einmal habe Bürgermeister Manfred Böhme Willkür walten lassen und sich zudem vor seiner eigenen Arbeit gedrückt, mit dieser Kritik reagiert die SPD-Stadtratsfraktion in Ronneburg auf den Streit um die geplatzte Schloss-Party in Ronneburg (wir berichteten). Statt die ihm übertragenen Aufgaben, zu der eben auch die Regelung der Sperrzeitverkürzung gehöre, zu erledigen, schiebe er die Stadtratsmitglieder vor. In der vergangenen Kulturausschusssitzung habe der Bürgermeister übrigens keine Notwendigkeit gesehen, die Stadträte mit dem Thema zu befassen. Es sei die bereits aus vielen Entscheidungen Böhmes bekannte Strategie, "den Stadtrat immer dann vors Loch zu schieben, wenn er keine Lust hat, dem Antragsteller entgegen zu kommen". Eine schnelle Entscheidung könne übrigens in der kommenden Woche der Hauptausschuss treffen.

Und die SPD ahnt, "je nachdem, ob man den Bürgermeister freundlich gestimmt oder ob man mal Kritik geübt hat, so wird man im Rathaus behandelt". Das würden Vereine und Bürger seit Jahren kennen. Die Plakate gegen die Straßensperrung der Wismut seien ein Beispiel dafür. "Anderen Vereinen wurde vom Bürgermeister verwehrt, derartige Plakatierung anzubringen." Das zeige "den mangelnden Willen Böhmes zu gesetzestreuem und loyalem Verhalten".

Gerade im Hinblick auf die Bundesgartenschau 2007 sei es wichtig, dass sich viele Ronneburger mit Ideen und Taten stark machten. Wie sollen sonst die Besucherzahlen zustande kommen, fragt die Fraktion, wenn man nicht schon im Vorfeld auf sich aufmerksam mache?

(OTZ vom 18.07.2005)

 
 

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