
Die weltweiten Aktionen am 17.11.2011, dem Aktionstag des Bildungsstreiks, unterstützen die Juso-Hochschulgruppen sowohl inhaltlich, als auch personell.

Die weltweiten Aktionen am 17.11.2011, dem Aktionstag des Bildungsstreiks, unterstützen die Juso-Hochschulgruppen sowohl inhaltlich, als auch personell.
Die nun zum dritten Mal stattfindenden Proteste sollen die prekäre Lage der Hochschulen sichtbar machen und durch bestreikte Bildungseinrichtungen Druck auf die Politik ausüben.
So auch in Jena. „Zentrale Forderungen wie z.B. die Einführung einer Zivilklausel oder die Abschaffung von Zugangsbeschränkungen sind auch an der FSU wichtige Themen“ so Julian Volk, Sprecher der Juso-Hochschulgruppe Jena. “Dass es in Thüringen zu Recht keine Studiengebühren gibt, mag die personelle Stärke des Protestes hemmen, aber die schleichende Erhöhung der Mensa-Preise und Wohnheimkosten und die z.T. völlig überlaufenen Lehrveranstaltungen bleiben keinem der Studierenden verborgen.“
Eine stärkere Demokratisierung der Bildungseinrichtungen und eine angemessene Finanzierung
selbiger von staatlicher Seite stehen ebenso auf der Agenda des Streiks, wie die aktuelle Forderung „Geld für Bildung statt für Banken“.
„Eine grundsätzliche Kritik lässt der Aufruf zum aktuellen Bildungsstreik jedoch vermissen“, erklärt David Fijuck vom Sprecher_innenrat der Hochschulgruppe. „Die Juso-Hochschulgruppen sind inhaltlich stark positioniert, wenn es um das Problem der Verschulung des Studiums geht. Wir lehnen solche Konzepte ab, die Forschung und Lehre noch vollends den Mechanismen des freien Marktes
preisgeben, wie das der 'Employability' oder der 'unternehmerischen Hochschule'. Bildung verstehen wir nicht primär als Ausbildung für eine spätere berufliche Tätigkeit und Vermittlung wirtschaftlich verwertbaren Wissens, sondern vor allem als Befähigung zum kritischen Denken“,fährt er fort. „Eine solche Positionierung fehlt im Aufruf. Jene Forderung der 'Erziehung zur Mündigkeit' würde bedeuten, auch die politischen und gesamtgesellschaftlichen Rahmenbedingungen der Hochschule hinterfragen zu müssen, wozu viele der Streikenden wohl leider nicht bereit sind.“
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