P. Spieß (Bgm. Rhönblick), R. Baumann (MdL), K.-F. Abé (Leiter Biosphärenreservat Rhön) am Stand des Biosphärenreservats Bereits in der Novembersitzung des Thüringer Landtags hat sich Rolf Baumann, SPD, mit einer Mündlichen Anfrage zum geplanten Wegzuges des Thüringer Verwaltungssitzes des Biosphärenreservats Rhön aus Kaltensundheim an die Landesregierung gewandt.
„Diese Entscheidung von ´oben` ist ein Schlag ins Gesicht für die lokalen Partner des Thüringer Stelle des Biosphärenreservats Rhön in Kaltensundheim.“, ärgerte sich der Südthüringer Abgeordnete vor allem darüber, dass die zahlreichen Kooperationspartner der Thüringer Verwaltungsstelle weder informiert, noch in den Entscheidungsprozess eingebunden waren.
Wichtig sei allerdings, so Baumann weiter, dass nach Auskunft des zuständigen Umweltministers, Dr. Sklenar, bisher noch keine rechtlichen oder vertraglichen Tatsachen geschaffen wurden, die diese Entscheidung unumkehrbar machen würden.
Deshalb dürfe man nach Auffassung des SPD- Landtagsabgeordneten jetzt nichts unversucht lassen, diese Standortentscheidung zu Gunsten von Kaltensundheim und den hier gewachsenen Kooperationspartnern, wie z.B. dem Rhöngymnasium Kaltensundheim, umzukehren.
In diesem Zusammenhang freue es Baumann umso mehr, scheinbar auch die CDU-Landtagsfraktion an seiner Seite zu wissen. Er zeigte sich vor allem darüber erfreut, dass auch die CDU-Fraktionsvorsitzende gegen diese Zerschlagung eines gewachsenen und gut funktionierenden Netzwerkes vorgehen will.
„Dies dürfen jedoch keine Lippenbekenntnisse von Frau Lieberknecht und Herrn Heym bleiben“, rief der Südthüringer Landtagsabgeordnete seine Kollegen zum schnellen Handeln auf, bevor wieder einmal von der CDU-Landesregierung Tatsachen geschaffen werden.
„Selbst wenn sich die Entscheidung für eine Standortverlagerung zu Ungunsten Kaltensundheims nicht mehr abwenden lässt, müssen unbedingt Ausgleichsmaßnahmen für die Gemeinde sowie die Kooperationspartner der Thüringer Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats Rhön gefunden werden“, regte Baumann abschließend in der Fragestunde des Thüringer Landtags an.