Baumann: Erschließung des Industriegebietes ist zum jetzigen Zeitpunkt falsches Signal

Veröffentlicht am 03.02.2007 in Allgemein

Planentwurf Gewerbe- und Industriegebiet Rohrer Berg

Als ?Auswuchs reiner Kirchturmpolitik? bezeichnet der Meininger Landtagsabgeordnete Rolf Baumann das Vorhaben von Bürgermeister Kupietz auf dem Rohrer Berg ein neues Gewerbe- und Industriegebiet zu erschließen. Ein entsprechender Bebauungsplan steht am kommenden Dienstag auf der Tagesordnung des Meininger Stadtrates zur Verabschiedung.

Baumann appelliert, dass man endlich begreifen müsse, dass es das oberste Ziel sei, den Menschen in der Region Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft zu schaffen. Dies könne nur gelingen, wenn wir in der Region zusammen arbeiten. Dabei solle nach Auffassung des SPD-Abgeordneten gerade die Kreisstadt Meiningen ihrer besonderen Verantwortung gerecht werden. ?Es macht keinen Sinn immer mehr ?grüne Wiese` vor den Toren der Stadt zu erschließen, wenn in der unmittelbaren Umgebung zum Teil erhebliche Reserven an freien Industrie- und Gewerbeflächen verfügbar sind?, mahnt Baumann eine bessere Kooperation Meiningens mit seinem Umland an. In seiner Auffassung sieht sich Baumann bestätigt durch den Regionalen Raumordnungsplan, der explizit festschreibt: ?Durch die Kommunen soll eine effektive Auslastung der vorhandenen Gewerbegebiete sowie die Nutzung industrieller und gewerblicher Altstandorte angestrebt werden?. Baumann verweist in diesem Zusammenhang auch auf eine zunehmend abzusehende kommunale Gebietsreform. ?Wenn man heute viel Geld in die Hand nimmt, um weitere Grünflächen zu asphaltieren, wird man in absehbarer Zeit noch einmal viel Geld für den Rückbau industrieller, gewerblicher und landwirtschaftlicher Brachflächen und Altstandorte benötigen.?, kritisiert der SPD Landtagsabgeordnete die Kurzsichtigkeit mancher Kommunalpolitiker.

Dies sei für Baumann auch ein Grund, den Vorwurf nicht gelten zu lassen, wer gegen das Industriegebiet sei, sei gegen Arbeitsplätze. Denn mit der Erschließung dieses neuen Industriegebietes wird die Stadt sehr viel Geld über Jahre hinweg binden, was sie jetzt viel sinnvoller einsetzen könnte. Auch ein Blick in das Stadtentwicklungskonzept, was sich die Stadt sicher auch einiges hat kosten lassen, verdeutlicht, dass die Stärken Meiningens nicht in der Industrie, sondern in der Verbindung von Kultur und Natur, im Tourismus sowie in der Gesundheitsökonomie liegen. Deshalb solle sich Meiningen städtebaulich lieber auf die Stärkung der Innenstadt konzentrieren. ?Zur Schaffung von Arbeitsplätzen müssen die Potenziale der ganzen Region gebündelt und vorhandene Kapazitäten genutzt werden. Mit einer beruflichen Perspektive in der Region wird es Meiningen eher mit einem anspruchsvollen Wohn- und Lebensumfeld und einer guten und zentralen medizinischen und sozialen Infrastruktur gelingen die Menschen hier zu halten, als mit Industriebrachen vor den Toren der Stadt?, bemerkte Rolf Baumann abschließend.

 
 

Homepage Rolf Baumann

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