Autobahnanschluss über B90n wichtig – kommt aber 20 Jahre zu spät. Finanzierung weiter unsicher

Veröffentlicht am 14.08.2013 in Allgemein

Am Donnerstag 08. August fällt der Startschuss für den Neubau der Bundesstraße B 90n zwischen der A71 und Nahwinden (L1048), durch den endlich eine leistungsfähige Verbindung in Ost-West-Richtung zur Anbindung des Wirtschaftsraumes Saalfeld/ Rudolstadt/Bad Blankenburg an die A 71 und an die Landeshauptstadt Erfurt fertiggestellt werden soll. Christoph Majewski, SPD-Bundestagskandidat im Wahlkreis Sonneberg, Saalfeld-Rudolstadt und Saale-Orla, begrüßt den Ausbau: "Die Strecke ist dringend notwendig. Das Städtedreieck braucht endlich eine schnelle Autobahnanbindung."

Der Volkswirt Majewski übt aber auch Kritik, dass der Anschluss erst jetzt in Angriff genommen wird:" Der Ausbau kommt einfach 20 Jahre zu spät. Die wirtschaftliche Bedeutung des Städtedreiecks für Thüringen wurde bei der Verkehrsplanung viel zu lange ignoriert. Vor allem Berufspendler und die regionale Industrie wurden und werden durch die lange Fahrt auf engen Landstraßen zurückgeworfen. Außerdem müssen die Anwohner kleiner Orte entlang der bisherigen Strecke in puncto Verkehrslärm endlich entlastet werden."

Geht beim Bauen das Geld aus?

Außerdem hat der Saalfelder Majewski die Sorge, dass das Projekt nach dem Foto für den Spatenstich gleich wieder einschläft, denn bisher ist die Finanzierung nur zu einem geringen Teil fest zugesichert: "Zum Jubeln ist es leider zu früh. Die vom Bund zugesagten Mittel sind bei der notwendigen Investitionssumme nicht mehr als der berüchtigte Tropfen auf den heißen Stein. Ich sehe deshalb die Gefahr, dass es wie beim Ausbau der Bundesstraße von Rudolstadt nach Nahwinden, wieder nur bei einem frustrierenden Stückwerk bleibt und weitere Jahre verloren gehen.

Bundesregierung wegen Aufschub Thüringer Verkehrsprojekte kritisiert

Damit kritisiert Majewski auch den Verkehrswegeplan von Bundesverkehrsminister Ramsauser (CSU), der auch andere Projekte in Thüringen seit langem links liegen lässt. So werden acht andere
unanfechtbar planfestgestellte Straßenprojekte noch lange auf einen ersten Spatenstich warten müssen.
Hier sieht Majewski auch die Thüringer Bundestagsabgeordneten in der Pflicht, da es ihre Aufgabe ist die Dringlichkeit von Verkehrsprojekten in Berlin deutlich zu machen und in den Verkehrswegeplan zu bringen: "Offenbar sind die derzeitigen Thüringer CDU-Abgeordneten beim eigenen Minister zu schnell eingeknickt. Gemeinsam mit den SPD-Bundestagsabgeordneten werde ich mich voll und ganz dafür einsetzen, die Gesamtfinanzierung der Strecke Rudolstadt-Stadtilm in trockene Tücher zu bringen."

 
 

Homepage Christoph Majewski

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