Das Thüringer Wirtschaftsministerium soll den Erhalt des Betriebes der Brooks Automation GmbH in Jena mit seinen derzeit 170 Mitarbeitern aktiv unterstützen, forderte Dr. Hartmut Schubert, wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, vor der Sitzung des Wirtschaftsausschusses am Freitag im Thüringer Landtag.
"Ich vermisse einen substanziellen Beitrag der Landesregierung bei der Suche nach Kaufinteressenten für den Betrieb in Jena", sagte Schubert. Auch eine vorübergehende Fortführung des Betriebes im Rahmen einer Beteiligungsgesellschaft solle in Betracht gezogen werden, falls der Produktionsstandort und das Know-how vor Ort nicht anderweitig erhalten werden könnten. Für diese Fragen müsse im Wirtschaftsministerium ein zuständiger Mitarbeiter benannt werden, der den Beteiligten als Ansprechpartner zur Verfügung stehe.
Angesichts der rund 170 im Betrieb selbst bedrohten Arbeitsplätze und mindestens 200 weiterer gefährdeter Jobs in den Zulieferfirmen sei die bisherige passive Haltung des Wirtschaftsministers nicht akzeptabel. "Es genügt nicht, wenn sich die Landesregierung bei wichtigen Firmenneuansiedlungen in Thüringen feiern lässt. Eine umfassende Wirtschaftspolitik muss auch die Belange bestehender Betriebe im Land unterstützen", so der SPD-Wirtschaftspolitiker.
Mit einem Antrag im Wirtschaftsausschuss des Landtages fordert Schubert die Landesregierung auf, über Maßnahmen und Möglichkeiten zu berichten, mit denen der Standort in Jena erhalten werden könne. Bei einer weiteren Reduzierung drohe Know-how unwiederbringlich verloren zu gehen.
Vertreter der Belegschaft der Brooks Automation in Jena wollen am Freitag vor der Ausschusssitzung den Vertretern des Wirtschaftsministeriums eine Liste mit mehr als 6000 Unterschriften übergeben, die die Fortführung des Betriebs am Standort unterstützen.
Quelle: www.schubert-hartmut.de