Als Zeichen gegen die Gewalttaten der Terroristen des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ und deren Unterstützernetzwerk werden namhafte Künstler, unter ihnen Udo Lindenberg, Peter Maffay, Silly und Julia Neigel, auf Anregung von Sigmar Gabriel und Udo Lindenberg, ein Rockkonzert gegen Rechtsextremismus und braunen Terror am kommenden Freitag, dem 2. Dezember ab 16 Uhr in Jena veranstalten.
Jena ist die Geburtsstadt des jahrelang untergetauchten rechten Trios Bönhardt, Mundlos und Zschäppe. Hier agierten die drei in den 90er Jahren bis zu ihrem Verschwinden. In den letzten Jahren hat sich in Jena eine erfolgreiche und sehr aktive Arbeit gegen Rechtsextremismus entwickelt. Der Jenaer Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter erhielt dafür vor wenigen Tagen den „Preis für Zivilcourage gegen Rechtsradikalismus, Antisemitismus und Rassismus“ der Stiftung „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“.
Das Forum Ostdeutschland der Sozialdemokratie e.V. ruft alle Bürgerinnen und Bürger auf, das Konzert am Freitag nach Kräften zu unterstützen und damit ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus und der Solidarität mit den Opfern rechter Gewalt zu setzen.
Rechtsextremismus ist kein ausschließlich ostdeutsches Phänomen. Rechten Ideologien gilt es überall den Nährboden zu entziehen. Der politische Arm der rechten Gewalttäter, die NPD, gehört verboten.
Berlin, 28. November 2011
Wolfgang Tiefensee
Vorsitzender des Forum Ostdeutschland der Sozialdemokratie e.V.