Arbeitsstaatssekretär Jochen Staschewski informierte zur Beschäftigungspolitik

Veröffentlicht am 15.09.2011 in Arbeit & Wirtschaft

Zur neunten Informationsveranstaltung im Rahmen der Mitgliederwerbeaktion der Kyffhäuser-SPD war Jochen Staschewski, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie, Gast in Bad Frankenhausen. Hier informierte und diskutierte er zum Thema: Der Arbeitslosigkeit den Kampf angesagt! - die Aktivitäten des Arbeitsministeriums für mehr Beschäftigung.

Neben dem Staatssekretär nahmen auch Matthias Strejc, Bürgermeister der Stadt Bad Frankenhausen, Cornelia Kraffzick, Kreischefin und Dr. Andreas Räuber, Vizekreischef der SPD, sowie die Landtagsabgeordnete Dorothea Marx an dieser Veranstaltung teil.
In seinem Einführungstatment bekräftigte der Staatssekretär nochmals, dass die momentan hohe Arbeitslosenquote im Kyffhäuserkreis, sie lag im Juli und August bei 12,8 % und damit deutlich über dem Landesschnitt von 8,5 %, kein Grund zur Resignation sei. Anliegen der Arbeitsmarktpolitik des Wirtschafts- und Arbeitsministeriums unter der Führung von Minister Matthias Machnig ist es, zur Erhaltung vorhandener Arbeitsplätze beizutragen und die Entstehung zusätzlicher Dauerarbeitsplätze zu unterstützen. Durch geeignete Fördermaßnahmen sollen möglichst langfristige Beschäftigungseffekte erzielt werden.
Dabei spielt der demographische Wandel dem Ministerium durchaus in die Karten, denn das Arbeitskräfte und vor allem Fachkräfte schon jetzt fehlen, sei kein Geheimnis. Dabei ist es wichtig, so Jochen Staschewski, dass in Thüringen ein gerechter und auskömmlicher Lohn gezahlt wird, um Arbeitskräfte im Freistaat zu halten. Eine höhere Tarifbindung sei zwar wünschenswert, aber nichts ist besser als ein flächendeckender, deutschlandweiter Mindestlohn, so der Staatssekretär weiter. Um den Arbeitskräftemangel aber langfristig bekämpfen zu können, bis 2020 werden der Wirtschaft des Freistaates 200.000 Arbeiter fehlen, ist ein Dreiklang aus 1. Arbeitskräfte zu halten,2. Arbeitskräfte aus anderen Ländern zu werben und 3. das Aktivieren von „Stillen Reserven“ nötig. Damit sind Langzeitarbeitslose gemeint, die durch gezielte Förderung wieder in die Arbeitswelt geholt werden sollen.
Ein Patentrezept gibt es jedoch nicht, so der Staatssekretär Jochen Staschewski, da jede Region in Thüringen andere Voraussetzungen und Strukturen hat. Es kommt hier auf eine gezielte Förderung mit den richtigen Förderinstrumenten an, um für jede Region auch das Maximum herauszuholen. Aber ganz wichtig sei es, das Image des „Billiglohnlandes Thüringen“, welches von der CDU-Alleinregierung in den letzten Jahren geprägt wurde, so schnell als möglich vergessen zu machen und das geht am besten mit der Einführung eines Mindestlohnes.

 
 

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