Bildquelle: www.agropark.org Für eine intensive Diskussion über "Agroforstsysteme" hat sich der Dr. Gerhard Botz ausgesprochen. Der Anbau von landwirtschaftlichen Erzeugnissen zwischen Gehölzstreifen stellt insbesondere angesichts des Klimawandels einen ernstzunehmenden Ansatz dar, sagte Botz nach einem von ihm initiierten Expertengespräch Ende April in Berlin.
Dr. Botz begründet seine Einschätzung vor allem mit den Vorzügen von Agroforstsystemen im Hinblick auf Schutz vor Winderosion, der bei zunehmender Trockenheit immer wichtiger werde. Das Expertengespräch hat Handlungsbedarf aufgezeigt. Beispielsweise bedürfe es dringend einer verbindlichen rechtlichen Rahmengesetzgebung, in der Abgrenzungsfragen im Hinblick auf den Einsatz ortansässiger Gehölze, den Status von "wertvollen Landschaftselementen" und die Einbindung von Kurzumtriebsplantagen geklärt werden müssen.
Keine Notwendigkeit besteht für die Einführung einer neuen Dauerförderung zugunsten solcher Anbausysteme. Vielmehr reicht eine Anschubfinanzierung für die Pflanzphase aus. Auch eine Änderung des Pachtrechts hält Dr. Botz als Voraussetzung für eine Einführung von Agroforstsystemen für nicht erforderlich. Praktikabel sind stattdessen eine Nutzung von Eigentumsflächen sowie verbindliche Regelungen in sehr langfristigen Pachtverträgen.
Der SPD-Politiker kündigte einen gemeinsamen Entschließungsantrag mit der Union zum Thema "Agroforstsysteme" an. Darin werden die Rahmenbedingungen aufgezeigt, die für eine praktische Nutzung dieser Anbauverfahren geschaffen werden müssen.
(Quelle: AgraEurope)