Gemeinschaftsschulen existieren in anderen Bundesländen (Schleswig-Holstein) oder auch in Finnland seit Jahren mit Erfolg. PISA liefert die Beweise. Längeres gemeinsames Lernen bis zur Klasse 8 soll nun auch in Thüringen angeboten werden. Angeboten, nicht übergestülpt werden! Damit wird auch einem Wunsch aus der Elternschaft entsprochen.
Die Gemeinschaftsschule soll ein die Schullandschaft bereicherndes Angebot werden. Sie soll mit ihrer Art überzeugen: effektives Lernen, sowohl für schwächere als auch für stärkere Schüler. Völlig kontraproduktiv, ja unsäglich, einige verbreitete Halb- und Unwahrheiten, ja sogar "Horrormeldungen", die völlig unbegründete Ängste schüren! Intensive Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit muss nun vom zuständigen Ministerium geleistet werden, um auch die Heranwachsenden in den "CDU-Fürstentümern", vornehmlich den Landkreisen in Thüringen, in den Genuss des Angebotes einer Gemeinschaftsschule kommen zu lassen. Über das Angebot einer Gemeinschaftsschule entscheidet der Schulträger vor Ort. Eltern werden nämlich auch weiterhin die Wahl haben, auf welche Schulform sie ihr Kind schicken. Doch sie haben mit der Gemeinschaftsschule eine größere Auswahl. Und das kann ja wohl nur im Interesse von Eltern und Kindern sein!
Th. Levknecht, Eisenach