Mehr Verkehrssicherheit auf dem Lautenberg
(SPD-Fraktion bringt Antrag ein)
Dass eine Prüfung der Lichtsignalanlagen hinsichtlich der Dauer der Betriebszeiten aus Kostengründen in unserer Stadt vorgenommen wird, dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Vordergrund der daraus zu treffenden Entscheidungen sollte jedoch die Sicherheit unserer Bürger und vor allem der Kinder und Jugendlichen und unserer älteren Menschen stehen. Was wiegt z.B. Geld (noch dazu in relativ geringen Größenordnungen) gegenüber Schmerz und Leid, die aus möglicherweise herabgesetzten Sicherheits-vorkehrungen entstehen.
Der SPD-Fraktion im Stadtrat Suhl geht es im konkreten Fall um die Ampelanlage an der Lautenbergschule, die insbesondere für die Grund- und Regelschüler eine Sicherheit beim Überqueren der Straße bietet. Der Diskussion im Stadtentwicklungsausschuss war zu entnehmen, dass Ausschussmitglieder, anstelle der sich derzeit dort im Betrieb befindlichen Ampel, für einen Fußgängerüberweg oder für eine Bedarfsampel plädieren. Da können wir nur sagen, gerade dort wird durch die Ampelanlage eine relative Sicherheit für die vielen Schüler gewährleistet, die nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden sollte, auch wenn wie überall, manchmal Schüler verkehrswidrig die Ampel bei rot passieren. Eine Rücksprache mit den Direktoren der beiden Schulen ergab, dass auch diese davor warnen, die bestehende Ampelanlage zu verändern. Die SPD-Fraktion erinnert daran, dass sie vor Jahren gemeinsam mit Bewohnern des Lautenbergs und Eltern von Schülern beider Schulen hart um die Errichtung der Ampelanlage gekämpft hat.
Die Ampelanlagen in diesem Verkehrsbereich sind ohnehin an Samstagen und Sonntagen abgeschaltet und während der Werktage nur von 6.00 bis 17.30 Uhr in Betrieb.
Zur weiteren Erhöhung der Sicherheit an diesem Verkehrsknotenpunkt schlagen wir vor, die Einführung einer 30 km/h-Geschwindigkeitsbegrenzung aus Richtung Linsenhof in Richtung Stadt von der Einmündung C.-M.- v. Weber-Straße bis zur Einfahrt Kaufhalle Lautenberg in Erwägung zu ziehen. Dann müsste vorsichtiger an die betreffenden Ampeln herangefahren werden, was gerade für die Kinder mehr Sicherheit bedeuten würde. Es würde auch dazu beitragen, die Ausfahrt aus der Kaufhalle auf die Linsenhofer Str. sicherer zu gestalten und nicht plötzlich trotz Blick nach links und rechts von einem Schnellfahrer aus Richtung Linsenhof überrascht zu werden. Ebenso bewirken würde dies, dass aus der Stadt kommend, aufgrund des relativ kurzen Sichtbereiches ein Abbiegen nach links in die Kaufhalle und in die R.-Schumann-Str., wobei noch Fußgänger zu beachten sind, mehr Sicherheit bieten würde. Die Notwendigkeit einer 30-km/h-Begrenzung in diesem kurzen Stück ist, wie aus vielen Gesprächen erkennbar war, nicht nur der Wunsch der Schulen, sondern vieler Verkehrsteilnehmer, die diesen Verkehrsbereich ob als Kraftfahrer oder Fußgänger passieren.
Die SPD-Fraktion wird an den Oberbürgermeister und zur Behandlung im Stadtentwick-lungsausschuss einen entsprechenden Antrag stellen, der die Beibehaltung der Betriebszeiten der Ampelanlagen und die Prüfung der 30 km/h in dem genannten kurzen Teilstück zum Inhalt hat.
Karin Müller
Fraktion SPD










