Beim Neujahrsempfang der Mörlenbacher CDU ließ es sich Thüringens Ministerpräsident, Dieter Althaus, nicht nehmen, für Hessens Ministerpräsident, Roland Koch, Wahlkampfunterstützung zu leisten.
Daran ist auf den ersten Blick auch nichts Verwerfliches, stellte Althaus doch die scheinbaren Erfolge der Regierung seines Parteifreundes in Hessen heraus. Mit Blick auf die Themen, die Roland Koch in der letzten Phase dieses Wahlkampfes setzt, ist es jedoch bedauerlich, dass Althaus seinen Termin nicht zumindest absagte oder der populistischen Debatte um kriminelle Ausländer eine deutliche Absage erteilte.
Der hessische Ministerpräsident fährt derzeit eine fremdenfeindliche Kampagne gegen ausländische Jugendstraftäter. Wie schon 1999 bei seiner Unterschriftenaktion gegen die doppelte Staatsbürgerschaft, versucht er auch dieses Jahr mit solchen Themen am rechten Rand zu Punkten. Dass sich der Thüringer Ministerpräsident nun davon mitreißen lässt, ist umso bedauerlicher. „Es passt nicht zusammen, wenn Dieter Althaus in der Weihnachtszeit vor den Gefahren von rechts warnt und sich nun deren Themen zu eigen macht.“ äußerte der Juso-Landesvorsitzende, Peter Metz, sein Unverständnis zu Althaus' Agieren.