Der Geraer Landtagsabgeordnete Wolfgang Lemb hatte am vergangenen Freitag zu einer Schlauchboottour geladen, an der Vertreter des Landesamtes für Umwelt und Geologie, der Unteren Wasserbehörde der Stadt Gera, des Naturschutzbeirates, des Anglervereines SFV Thuringia e.V., des TSV 1880 Gera-Zwötzen (Abt. Kanu), verschiedene SPD-Mitglieder und der Stadtvorsitzende der Geraer Linken, Andreas Schubert, teilnahmen.
Lemb verfolgte mit der Tour das Ziel, verschiedene Beteiligte im Bereich Umweltschutz / Deichbau zusammenzubringen. „Die anstehenden Deichbaumaßnahmen an der Weißen Elster in Gera sind unbestritten notwendig, stellen aber auch einen nicht unerheblichen Eingriff in die flussnahen Lebensräume von Tieren und Pflanzen dar.“, äußerte sich Tilo Wetzel, stellvertretender Vorsitzender der Geraer SPD, zu seiner Motivation an der Bootstour teilzunehmen. Der gemeinsame Gedankenaustauch war den Sozialdemokraten auch vor dem Hintergrund der derzeitig erhöhten Schadstoffeinleitungen über den Gessenbach in die Weiße Elster ein wichtiges Anliegen.
„Mein Eindruck nach der Tour war, dass Einigkeit darüber besteht, dass die Deiche in einem Zustand sind, der verbesserungsbedürftig ist“, so Lemb. „Positiv wird gesehen, dass das Land Mittel zur Verbesserung der Situation bereitstellt.“, so Wetzel. „Der Planfeststellungsbeschluss für erste Baumaßnahmen wird erwartet und danach wollen wir zu einer weiteren Beratung mit allen Beteiligten einladen, um im Rahmen der Ausführungsplanungen verschiedene Festlegungen zu besprechen“, so Lemb. Das anstehende Verfahren zum Deichbau in Alt-Untermhaus solle so früh wie möglich beginnen, aber auch eine intensive Bürgerbeteiligung ermöglichen. Alle an der Bootstour Beteiligten sicherten eine konstruktive Mitarbeit und Begleitung des Prozesses zu.