Jusos fordern mehr BAföG

Veröffentlicht am 17.01.2007 in Bildung & Kultur

Die Juso-Hochschulgruppen starten heute in Thüringen die bundesweite Kampagne "BAföG rauf!".

Auf dem Campus der Jenaer Universität versucht die dortige Hochschulgruppe mit Flyern und Infomaterial eine breite Basis der Studierenden für diese Kampagne zu gewinnen. Als Teil eines überparteilichen Bündnisses, in dem auch bundesweite studentische Interessengruppen organisiert sind, werben die Juso-Hochschulgruppen auf der Homepage ?www.bafoeg-rauf.de? für eine Erhöhung des BAföG.

Neben den Lebenshaltungskosten werden durch die Einführung des Verwaltungskostenbeitrages und Preiserhöhungen der Deutschen Bahn demnächst auch die Semesterbeiträge an Thüringer Hochschulen steigen. Die große Koalition ist allerdings nicht bereit, weitere Mittel im Bundeshaushalt bereit zu stellen. Marc Emmerich, hochschulpolitischer Sprecher des Juso-Landesvorstandes, erklärt dazu: ?Es ist eine Frechheit, dass uns die Politik nur noch als offenes Portemonnaie sieht.?

Dem gestern veröffentlichten BAföG-Bericht der Bundesregierung zufolge hätten drei Viertel der thüringer Studierenden Anspruch auf die Ausbildungsförderung vom Staat.

Markus Giebe, Sprecher der Juso-Hochschulgruppe Jena: ?Die Sturheit der Bundesregierung ist erschreckend. Finanzielle Freiräume sind scheinbar nur zur Steuerentlastung für Großunternehmen vorhanden, nicht aber für Bildung.?

Vom Landesvorsitzenden der Thüringer SPD, Christoph Matschie, erwarten die Jusos Thüringen deshalb deutliche Unterstützung im Parteipräsidium des SPD-Bundesvorstandes, damit die finanzielle Situation der Studierenden demnächst auch im Koalitionsausschuss auf offene Ohren stößt.

 
 

Homepage Juso-Portal Thüringen

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