Gesprächsrunde zur Zukunft von Bad Lobenstein
Von OTZ-Redakteur Ulf Rathgeber Bad Lobenstein.
Gesprächsrunde zur Zukunft von Bad Lobenstein
Von OTZ-Redakteur Ulf Rathgeber Bad Lobenstein.
Landrat Frank Roßner (SPD) und der Bad Lobensteiner Bürgermeister Peter Oppel (SPD) fordern den Freistaat Thüringen auf, sich an der zukünftigen Entwicklung der Kurstadt mit zu beteiligen.
Bei einem Besuch mit dem SPD-Landeschef Christoph Matschie und SPD-Bundestagsmitglied Dr. Gerhard Botz hatte gestern die Geschäftsführerin der Kurgesellschaft Bad Lobenstein Regina Wittig die Gäste durch die Ardesia-Therme geführt.
Bürgermeister Oppel verwies dabei darauf, dass "der Kapitaldienst derzeit das größte Problem ist". Dadurch müsse man an anderen wichtigen Dingen Abstriche machen. Das Stadtoberhaupt verwies auf die Tatsache, dass mit der Therme in Bad Steben die Konkurrenz quasi vor der Haustür liege. Das dortige Thermalbad sei im Gegensatz zur Ardesia-Therme auf Thüringer Seite vom Freistaat Bayern zu 100 Prozent gefördert worden.
Frank Roßner verwies darauf, dass die Zielsetzung vom Land richtig gewesen sei, Bad Lobenstein als Kurort zu entwickeln. Um die Therme herum sei von der Stadt genügend Platz für weitere Investitionen gelassen worden. "Man kann das aber nicht machen, wenn der letzte Euro aus der Stadt herausgepresst werde." Die jährlichen Zuschüsse übersteigen die Finanzfähigkeit von Bad Lobenstein.
Derzeit schreibe man wenigstens im operativen Geschäft schwarze Zahlen. Regina Wittig sprach von einer Wandelhalle und einem Hotel, die idealerweise um die Therme herum gebaut werden sollten.
Bürgermeister Oppel nannte unter anderem den neuen Busbahnhof, dessen Verwirklichung in der Kurstadt eigentlich schon vor Jahren hätte erfolgen sollen.
Frank Roßner räumte bei der Bildung der Kurgesellschaft Lobenstein (KGL) handwerkliche Fehler auf städtischer Seite ein. "Die umliegenden Städte und Gemeinden sind Nutznießer" und hätte als Gesellschafter mit eingebunden werden müssen, so der Landrat.
Die Frage nach einer möglichen Beteiligung des Landkreises an der KGL bejahte Roßner für den Fall, dass der Freistaat Thüringen mit einsteige. "Wir sind die Letzten, die sich dem verweigern", betonte Roßner.
09.01.2006
Homepage Dr. Gerhard Botz
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