Sabine Doht spricht sich gegen eine Kommunalisierung der Schulhorte aus.
Lesen Sie dazu Ihre Pressemitteilung,
veröffentlicht am 09.12.2004 in der Ruhlaer Zeitung:
Ja zum Schulhort
Die Thüringer SPD tritt mit Nachdruck dafür ein, die Erzieher und Erzieherinnen an den Horten der Grundschulen im Landesdienst zu belassen. Nur so ist es möglich, die pädagogische Einheit von Grundschule und Hort zu wahren sowie die Horte als integralen Bestandteil der Grundschule zu erhalten.
Die Thüringer CDU-Landesregierung hat ein gefährliches Manöver angezettelt: Sie will die enge Verbindung von Grundschule und Schulhort, von Lehrern und Erziehern, zerstören und die Schulhorte entweder kommunalisieren oder freien Trägern übergeben.
Grundschule und Hort müssen von einem pädagogischen Konzept getragen werden, sonst ist der Erhalt der Grundschule als Ganztagsschule nicht möglich. Die pädagogische Einheit von Grundschule und Hort setzt zugleich eine einheitliche Personalverantwortlichkeit für alle an der Grundschule tätigen Pädagogen voraus.
Mit der Abschiebung der Hortner und Hortnerinnen aus dem Landesdienst zerschlägt die CDU die bisherige Struktur der Thüringer Grundschule, auf die sie noch bis vor kurzem selbst stolz gewesen ist. Wenn die Pläne der Landesregierung Realität werden, verliert Thüringen eine bildungspolitische Errungenschaft mit Vorbildcharakter für die ganze Bundesrepublik.
Hinzu kommt, das die Übertragung der Horte an die Kommunen den ohnehin schon belasteten Kommunalhaushalt in arge Bedrängnis bringt. Die Finanzierung der Horte ist damit nicht gesichert.
Die CDU-Landesregierung darf sich nicht aus der pädagogischen und der finanziellen Verantwortung stehlen. Deshalb fordern auch Sie Ihren CDU-Landtagsabgeordneten auf, sich für den Erhalt der Schulhorte in seiner jetzigen Form einzusetzen.
Sabine Doht, MdL