"Wie soll ich damit leben? Das reicht doch hinten und vorne nicht.", "Wenigstens das Kindergeld sollten sie den Kindern lassen und nicht mit anrechnen." Solche und ähnliche Aussagen trafen einige ALG-2 Empfänger bei einem Treffen das von den Jusos in Greiz organisiert wurde.
Der Landesvorsitzende der Thüringer JungsozialistInnen Peter Metz, stand bei einer BürgerInnensprechstunde Rede und Antwort.
Die Jusos wollten einfach mal zuhören. Alttägliche Probleme erfahren und konstruktive Vorschläge zur Verbesserung von Hartz 4, gemeinsam mit den Betroffenen diskutieren.
Die Jusos zeigten sich betroffen von den Problemen bei der Umsetzung des Hartz 4- Gesetzes, schilderten aber auch die Gründe die dieses Gesetz notwendig machen. Die gemeinsamen Vorschläge werden die JungsozialistInnen in die Partei hineintragen und am 11. Juli ein erneutes Treffen veranstalten, wo die Ergebnisse bekannt gegeben werden.
Vorschläge sind unter anderem:
Die Erhöhung des ALG 2, die Angleichung zwischen Ost und West, die Befreiung von Medikamentenkosten und Nachuntersuchungen, schärfere Kontrollen der Zumutbarkeit der1- Euro-Jobs, sowie die Entkopplung des Kindergeldes bei der Anrechnung des Satzes.
Weiterhin fordert der Thüringer SPD- Nachwuchs die Umsetzung der Ausbildungsplatzabgabe und ein damit garantierten Ausbildungsplatz für unter 25 jährige, eine schärfere Unternehmensbesteuerung sowie die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes.
Zu dem Gespräch erklärt Peter Metz:
"Hartz 4 bleibt. Aber nicht so wie es ist. Wer mit den Betroffenen redet, merkt, dass nicht nur bei der Umsetzung etwas falsch läuft. Deshalb fordern wir entschiedene Nachbesserungen und einen Kurswechsel in der Regierungspolitik. Wir benötigen einen Handlungsfähigen Staat für Zukunftsinvestitionen. Geschenke an die Wirtschaft gab es genug, damit muss jetzt Schluss sein!"