Am 4.12. erfüllt sich für die Interventionsstelle des Vereins „Hilfe für Frauen in Not e. V.“ ein weiterer Wunsch auf Ihrer Wunschliste zum 20-jährigen Vereinsjubiläum. Der SPD Landtagsabgeordnete Wolfgang Lemb hatte erst kürzlich bei der Übergabe von Lottomitteln das Anliegen mitgenommen, dass die Frauen der Interventionsstelle sich einen Selbstverteidigungskurs für Betroffene wünschen.
Nun erfüllt sich dieser Wunsch bei der Kampfsportgemeinschaft „Jodan Kamae“ Zeitz e.V.. Zur Spendenübergabe trafen sich gestern der Abgeordnete Lemb, Dorit Karbstein (Mitarbeiterin im Frauenhaus), Kathrin Engel (Vereinsvorstand) und Ralf Teuber (Vorstand Kampfsportgemeinschaft) in der Interventionsstelle.
„Es ist wichtig, dass die Frauen merken, dass sie die Kraft haben sich zu wehren.“, zeigte sich Dorit Karbstein überzeugt vom Sinn dieses Kurses. Ralf Teuber berichtete, dass der Kurs den Frauen und Mädchen nicht nur Muskelkater, sondern auch viel Wissen über die Erkennung von Gefahrensituationen, über die Körpersprache und den Schutz des eigenen Körpers vermittelt. Auch das Überschreiten von Hemmungen werde geübt, weil viele Frauen sich scheuen, Gewalttätern gegenüber ebenfalls handgreiflich zu werden.
„Notwehr ist rechtlich anerkannt und ausdrücklich erlaubt, wenn sie notwendig ist.“, erläutert Teuber die Problemlage. Der Kampfsportverein biete auch Kurse für Senioren und Kindern an Schulen an. Einig waren sich die Gesprächsteilnehmer, dass Gewalt häufig negiert wird. Nach dem „Wir haben kein Problem“ komme oft die Einsicht, dass die Teilnahme an einem Selbstverteidigungskurs sehr hilfreich für viele Notsituationen ist. Für den Selbstverteidigungskurs der Interventionsstelle gibt es noch einige wenige freie Plätze. Unter der Nummer 0365 / 200549 können sich Frauen und Mädchen, die zukünftig Gewalterfahrungen vermeiden wollen, noch heute bei der Interventionsstelle anmelden.