Die anlässlich der Vollversammlung des Landesjugendrings gegenüber den kleineren Jugendverbänden durchgesetzten Kürzungen treffen nach Meinung des Landesvorsitzenden der Jusos Thüringen, Peter Metz, vor allen Dingen politisch unliebsame und unbequeme Verbände. Es wäre nicht zufällig so, dass die Mehrzahl der durch diese Beschlüsse in ihrer Substanz betroffenen Jugendverbände eher Arbeitnehmerorganisationen nahe stehen und eine kritische Haltung zur Landesregierung einnehmen. ?Der Landesjugendring wird offensichtlich mehr und mehr genutzt, um unbequeme Jugendorganisationen abzustrafen? bedauert Metz.
Während in der Öffentlichkeit die Selbstorganisation und das demokratische Engagement junger Menschen von Regierungsmitgliedern lauthals eingefordert würde, wären genau die Verbände von Kürzungen betroffen, die eine derartige Arbeit erfolgreich leisteten. Metz bedauert, dass auf der Vollversammlung der Jugendminister erst gar nicht erschienen sei und die Parteienvertreter offenbar überhaupt nicht geladen wurden. Das verstärke den Eindruck, dass die Landesregierung ihre Hände in Unschuld waschen wolle und dass die nicht willfährigen kleineren Verbände für Kürzungen geopfert werden sollen. ?Es ist völlig absurd, dem CDU- Ministerpräsidenten vor wenigen Tagen einen Öffentlichkeitstermin zum Erhalt der Verbandsarbeit durch den Landesjugendring zu verschaffen und jetzt die Kürzungen in eigener Regie umzusetzen? beklagt der Juso Vorsitzende. Die Jusos fordern die Beendigung der Kürzungspläne, eine umgehende finanzielle Absicherung der kleineren Verbände und die kurzfristige Überarbeitung des Landesjugendförderplanes.