Wir Ilmenauer sind Teil der Thüringer SPD-Familie

Veröffentlicht am 17.12.2014 in Allgemein

Zum Landsparteitag am 26. November 2014 hat Eberhard Dittmar vom Ortsverein Ilmenau nochmal klar gestellt, dass #R2G sicher Bauchschmerzen macht. Für ihn gilt jedoch wie viele andere "… ich habe mich für die Bauchschmerzen entschieden, da kann man aktiv sein, da kann man was dagegen tun, und die werden bald weg sein, wenn gut regiert wird." Seine Rede im Wortlaut

Liebe Genossinnen und Genossen!

Mein Name ist Eberhard Dittmar, 
ich komme aus Ilmenau, einer Stadt, die deutschlandweit bekannt ist! Ich denke da an Johann Wolfgang von Goethe, oder an was habt Ihr gedacht ...?

Ich freue mich außerdem, dass unser SPD-Ortsvorsitzender als Gast hier ist, Marcel Schöttke, ein Juso, der gestern abend in Ilmenau mit 84 % ohne Gegenkandidaten gewählt wurde.

Und ich möchte sagen: Wir Ilmenauer sind Teil der Thüringer SPD-Familie.

Zur Situation:

Es ist ja nicht das erste Mal, dass über die Variante Rot-Rot-Grün heftig diskutiert wird. Nein, ich meine nicht Erfurt 2009! Ich denke an Reinhard Höppner, 1994 in Magdeburg. Auch damals wurde ja der Untergang des Abendlandes, aber zumindest der SPD prophezeit. Dabei hatte die SPD eine Mehrheit, und die damalige PDS saß am Katzentisch, sie durfte nicht mal in die rot-grüne Regierung, sondern war nur Mehrheitsbeschaffer!
Eine Situation also, über die sich heute kein Mensch aufregen würde. Aber damals ging die Welt unter. Und, hat die SPD verloren?? Ist sie untergegangen? Nein, sie hat in Magdeburg regiert, 2 Legislaturen, und seitdem sind PDS bzw. Linke selbstverständlich in Landesregierungen.

Wie kam Reinhard Höppner auf die Idee, wieso war er erfolgreich?

Er war ein Mann der Kirche, er musste schon zu DDR-Zeiten mit der SED verhandeln, um etwas für die Menschen zu erreichen, genauso wie Manfred Stolpe. Beide wussten, dass es auch in der SED Leute gab, mit denen man verhandeln konnte. Das haben sie erfolgreich ausgenutzt, weil ihre Partner vor Ort ebenfalls mit ihnen gemeinsame Ziele durchsetzen wollten.

Auch ich würde heute nicht unbedingt mit Wagenknecht oder Gysi koalieren wollen, genauso wenig wie mit Althaus oder Mohring. 

Aber wir haben hier in Thüringen Personen, die gemeinsam mit uns etwas erreichen wollen und ihre politische Existenz an dieses Projekt gebunden haben. 

Und was ist nun mit dem Ministerpräsidenten und der Richtlinienkompetenz?

Natürlich wäre es schöner, wenn es heute auch so wäre. Aber Wunschträume helfen hier nicht weiter! Haben wir als Minderheit etwa weniger Einfluss? Ramelow kann viel wollen, das nützt ihm gar nichts, wenn SPD und Grüne nicht mitmachen, er braucht uns! Und er weiß das!

Wir sehen es ja bei uns im Ilm-Kreis: 

Die CDU hat mit ihrer Mehrheit in den vergangenen Jahren die SPD nur auflaufen lassen. Jetzt regieren SPD, Linke und Grüne zusammen, auch nur mit einer Stimme Mehrheit. Sie müssen sich an einen Tisch setzen, sie sind aufeinander angewiesen, nichts geht ohne den anderen. Aber nie konnte die SPD im Ilm-Kreis so viel Einfluss nehmen wie jetzt! 

Zu Euch 12 Entscheidern: 

N
atürlich ist das keine leichte Entscheidung. Nicht nur Opposition ist Mist, Minderheitspartner kann es auch sein! Da kann man schon bei den Linken Bauchschmerzen bekommen und bei der CDU Unbehagen. 

Bei uns in der Provinz kriegt ja man manches nicht mit. Im Wahlkampf habe ich einen Abgeordneten gefragt: Wenn Schwarz-Rot kommt, habt Ihr dann noch gemeinsame Projekte für die Zukunft, was vielleicht in den letzten 5 Jahren liegen geblieben ist? 

Ich wurde nur groß angeguckt: Welche gemeinsamen Projekte? Die haben uns in den letzten 2 Jahren nur ausgebremst!

Und ich hatte den Eindruck: Je näher unsere Leute in Erfurt an der CDU waren, um so mehr haben sie die Schnauze voll. Unbehagen ist was Passives. Stellt Euch vor, es klappt nicht am 5. Dezember, wer geht dann mit Begeisterung in eine CDU-Koalition?

Und wenn dann einige Schreihälse nicht austreten, wie sie es ja versprochen haben, sondern drin bleiben und uns 5 Jahre lang erzählen, dass sie die Partei gerettet haben und wie schlimm es mit den Kommunisten geworden wäre, wer will das aushalten?

Also, ich habe mich für die Bauchschmerzen entschieden, da kann man aktiv sein, da kann man was dagegen tun, und die werden bald weg sein, wenn gut regiert wird.

Zum Schluss:

Auch ich hatte vor 25 Jahren eine Kerze in der Hand. Wir wollten Freiheit und die Möglichkeit demokratischer Entscheidungen. In unserer Gesellschaft gibt es andere Möglichkeiten, gegen demokratische Entscheidungen aufzutreten, Kerzen sind es nicht.

 
 

Homepage SPD Ilm-Kreis

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