Während hunderte Geraer Kinder den Sommer feiern, betonen Politiker deren Rechte
Schon im dritten Jahr in Folge verwandelte das gemeinsame Kinderfest von SPD, DIE LINKE und Bündnis 90 / Die Grünen die Veranstaltungsfläche vor dem KUK in eine Kinderoase. Hunderte Kinder strömten am 25. Juli 2012 auf die Fläche und tobten sich an verschiedenen Stationen aus. Geraer Politiker erläuterten währenddessen, warum unsere Stadt noch kinderfreundlicher werden muss. Alle waren sich einig: Besonders in einer Stadt mit hohem Altersdurchschnitt muss Kinderfreundlichkeit groß geschrieben werden.
Den Aspekt der Kinderarmut stellte die Landtagsabgeordnete Margit Jung (DIE LINKE.) heraus: „Über ein Drittel der Kinder unserer Stadt sind unmittelbar von Armut betroffen, das dürfen wir weder verdrängen noch akzeptieren, wenn wir nicht die Zukunftsperspektiven unserer Stadt aufs Spiel setzen wollen. Deshalb sind die politisch Verantwortlich auf allen Ebenen, auch hier in Gera aufgerufen, die Bekämpfung der Armut als gesellschaftliche Priorität zu begreifen.“
Zustimmung hierfür erhielt sie vom SPD-Abgeordneten Wolfgang Lemb, der sich der Frage des Mindestlohns widmete. „Ein allgemeiner flächendeckender Mindestlohn muss als unterste Haltelinie definiert werden. Das ist gerade für Familien mit Kindern wichtig, sowohl aus wirtschaftlichen, aber auch aus psychologischen Gründen. Kinder sollen erleben, dass die Eltern von ihrem Einkommen leben können und nicht als Aufstocker auf staatliche Hilfe angewiesen sind.“, erläuterte Lemb.
Den Kinderschutz betonten besonders die Geraer Grünen. Stadtratsmitglied Eugen Weber verwies auf die guten Hilfsangebote in der Otto-Dix-Stadt Gera. „Kinderschutz muss gelebt werden. Die Angebote gilt es deshalb unbedingt zu erhalten.“, so Weber.