Joachim Schwiderke Im Focus der Öffentlichkeit stand in der letzten Woche der Bundestagsbeschluss zum Konjunkturpaket II, doch im Bundesrat wurde ein ebenso wichtiger Beschluss zu einem Thema getroffen, welches noch vor Monaten extrem strittig diskutiert wurde. Für immerhin sechs weitere Branchen beschloss der Bundesrat nun abschließend die Einführung des Mindestlohns. Neben der Bau-, Gebäudereiniger- und Postbranche gilt der Mindestlohn nun auch für die Wirtschaftsbereiche der Pflege- und Wachdienste, für Großwäschereien, für die Weiterbildung, die Abfallwirtschaft und den Spezialbergbau.
Als SPD-Bundestagskandidat für den Wahlkreis Nordhausen/Eichsfeld/Mühlhausen begrüßte Joachim Schwiderke die Entscheidung für die Einführung weiterer Mindestlöhne in Deutschland.
"Die meisten EU-Staaten haben feste Mindestlöhne, nur wir Deutschen hinken da immer noch aufgrund des Widerstandes der Chrisdemokraten hinterher", machte Schwiderke deutlich.
Für das Thema Mindestlohn arbeitet Joachim Schwiderke schließlich nicht nur als Sozialdemokrat, sondern in erster Linie auch als hauptamtlicher Gewerkschaftssekretär der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft, ver.di.
"Ziel muss es sein, einen generellen Mindestlohn nicht unter 7,50 Euro in Deutschland durchzusetzen, dafür werde ich mich im Bundestagswahlkampf und darüber hinaus einsetzen", erklärte Schwiderke.
Aus Sicht des Sozialdemokraten müssen gerade auch in Zeiten der Wirtschaftskrise soziale Mindeststandards europaweit greifen, damit es sich für die Menschen auch lohnt, arbeiten zu gehen. "Einen gerechten Lohn für seine Arbeit zu bekommen, sollte doch eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein", meinte der Gewerkschafter.
Gerade wir in den neuen Bundesländern sehen doch, dass mit dem von der CDU verfolgten Ziel "Billiglohnland Thüringen" kein Staat zu machen ist, wenn immer mehr Menschen trotz Arbeit noch Lohnersatzleistungen bekommen müssen. Insbesondere für den gesamten Bereich der Zeitarbeit muss aus Sicht des Genossen endlich eine Lösung gefunden werden, damit dort mit dem Wettlauf zum Lohndumping Schluss ist. "Wenn es im Herbst bei der Bundestagswahl um die Auseinandersetzung zwischen Mindestlohn oder den von der CSU gewünschten Steuersenkungen für Spitzenverdiener geht, dann stehe ich gern auf der Seite für den Mindestlohn", erklärte Joachim Schwiderke abschließend.
