Weibliche Karriereleiter befördert Frauen nicht bis in die Chefetagen

Veröffentlicht am 07.03.2008 in Soziales

Am 8. März begeht die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) den Weltfrauentag unter dem Motto "Jetzt sind wir dran – Mehr Frauen in Führungspositionen". Die SPD nutzt diesen Tag, um auf frauenspezifische Probleme aufmerksam zu machen.

Die ASF in Jena präsentiert sich am 8. März mit einem Stand in der Fußgängerzone Innenstadt (Löbderstraße). Eine "weibliche Karriereleiter" zeigt, woran es bei vielen Frauen hapert: "An Aufstiegsmöglichkeiten und Karrierechancen für Frauen", ergänzt Nadine Zisler. Die stellvertretende Vorsitzende demonstriert anhand der fehlenden Sprossen den schwierigen Aufstieg von Frauen in die Chefetagen. Nach oben hin wird die Luft für Frauen immer dünner. "Während der Anteil Frauen an der Bevölkerung 52 % beträgt, sind nur 15,4 % Frauen in den Führungsetagen zu finden und weniger als 1 % stehen einem DAX-Unternehmen vor", so die angehende Juristin Nadine Zisler.

Weithin bekannt gilt auch, dass Frauen bei gleicher Arbeit und Qualifikation im Verhältnis weitaus weniger verdienen. In vielen Fällen sogar bis zu einem Drittel. "Diese systematische Benachteiligung von Frauen ist nicht nur ungerecht, sondern in Zeiten dramatischen Fachkräftemangels auch volkswirtschaftlich bedenklich", mahnt SPD-Kreisvorsitzende Sabine Hemberger.

Frauenförderung beginnt von Kindesbeinen an. Nicht ohne Grund lautet das Motto der Vereinten Nationen für den Weltfrauentag 2008 "Investing in Women and Girls." Noch immer entscheiden sich die meisten Mädchen in Deutschland bei der Berufswahl für typische Mädchenberufe. Ingenieurswissenschaften oder Informatik gehören nicht dazu, obwohl die Wirtschaft geradezu händeringend nach diesen sucht. "Kein Wunder, dass Mädchen trotz der besseren Schulabschlüsse schlechtere Berufs- und Karrieremöglichkeiten haben!", so die Jenaer ASF-Vorsitzende Sandra Hillesheim. Die Stadträtin weiter: "Wir nutzen den heutigen Tag auch, um auf den Girls' Day 2008 aufmerksam zu machen." Der Zukunftstag soll Mädchen für Technik- und andere "Männer"-Berufe begeistern und findet bundesweit am 24. April statt. Interessierte Unternehmen und Schülerinnen können sich im Internet informieren und registrieren lassen
» www.girls-day.de

 
 

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