Banner des Aktionsbündnis gegen Rechts Am 10. Juni wollen Rechts- und Nationalgesinnte zum zweiten Mal eine europaweite Großveranstaltung in Jena durchführen. Unter dem Motto "Für ein Europa der Vaterländer" sollen (Rechtsrock-)Bands und Redner aus verschiedenen europäischen Ländern vor einigen hundert Rechtsradikalen auftreten.
Dies gilt es, wie bereits im letzten Jahr, zu verhindern!
Organisiert wird die Veranstaltung von der NPD, sowie der seit 2000 verbotenen "Blood & Honour" Vereinigung. Ziel der Neonazis ist eine Demonstration von Stärke - vor allem im Freistaat Thüringen - und einer Festigung des inneren Zusammenhalts der rechten Gruppierungen und Strömungen in Deutschland und Europa.
Dem "Fest der Völker" vorausgegangen sind bereits einige weitere Veranstaltungen in Thüringen und Sachsen, darunter am 20. Mai der "5. Thüringentag der Nationalen Jugend". Hintergrund ist neben der Demonstration von Präsenz vor allem die weite Verbreitung ihrer Anti-Globalisierungs und sozialkritischen Propaganda, mit der sie für ein Europa der Nationalstaaten, geeint im Geist der gemeinsamen Geschichte werben wollen. Was so etwas bedeutet, durfte Europa und die Welt bereits einmal von 1933 - 1945 erleben!
Deshalb bleibt am Samstag nicht zu Hause, sondern zeigt Präsenz und demonstriert den Braunen, dass sie nicht erwünscht sind. Weder in Jena, noch in Deutschland und auch nicht in Europa!
Aktuelle Situation:
Polizeinotstand in Jena ? Alle Versammlungen verboten
Mit der Sicherung der öffentlichen Ordnung bei der Fußballweltmeisterschaft beschäftigt, fehlen der Polizei die Kräfte zum Schutz politischer Versammlungen. Mit dieser
Begründung verhängte die Stadt Jena am 01. Juni den Ausnahmezustand und verbot auch alle Gegenveranstaltungen, sowie sonstige politisch motivierte Versammlungen. Die NPD ging hiergegen mit allen zur Verfügung stehenden Rechtsmitteln vor.
Verbot bleibt vorerst bestehen
Am 06.06. bestätigte in erster Instanz das Verwaltungsgericht Gera das Verbot des "Festes der Völker". Da die NPD Rechtsmittel einlegen wird, bleibt es spannend. Eine endgültige Entscheidung ist vor Freitag nicht zu erwarten. Quelle: Aktionsbündnis gegen Rechts
Im letzten Jahr besetzten Hunderte Menschen den Gries, wo das erste ?Fest der Völker" stattfinden sollte. Ihr Einsatz erzwang die Verlegung der Veranstaltung. Anschließend zogen 6.000 Menschen aus Protest gegen die Nazis zum ?braunen Haus" in Altlobeda und harrten dort mehrere Stunden aus.
Knüpfen wir an diesen Erfolg an! Stellen wir unsere Überzeugung, dass alle Menschen die gleichen Rechte haben, dem Rassismus und Antisemitismus der Neonazis entgegen! Stellen wir uns den Neonazis entgegen!
Wichtig: Treffpunkt ist am Samstag um 8 Uhr (oder auch früher) auf dem Seidelparkplatz; für die Spätaufsteher gibt es einen weiteren Treffpunkt um 10 Uhr am Ernst-Abbe-Platz.