SPD Kreisvorsitzender Ralf Pollmeier spricht zu den Demo-Teilnemern auf dem Eisenacher Markt Vom wachsenden Bürgerwiderstand war die jüngste Demo gegen die Verbraucherfeindliche Politik des Trink-und Abwasserverbandes Eisenach- Erbstromtal (TAV) auf dem Eisenacher Markt geprägt.
Wahrscheinlich auch durch die machtvollen Proteste am Beispiel von Stuttgart 21 ermutigt, dass Beispiel wurde unter den Teilnehmern der Demo auf den Eisenacher Markt oft zitiert, fanden sich nach Schätzungen der Veranstalter ca. 1000 Teilnehmer ein.
Unter den Hauptrednern verwies SPD Kreisvorsitzender Ralf Pollmeier auf die unsozialen Auswirkungen der TAV-Misswirtschaft, die betroffenen Bürger müssten sich die Gebührenerhöhungen für Wasser und Abwasser praktisch vom Mund absparen.
Dabei wurde damals bei der Gründung des TAV von den Verantwortlichen versprochen die Kosten für die Verbraucher zu senken. Daraus ist nach Pollmeiers Auffassung eine Riesenenttäuschung erwachsen, die Menschen fühlten sich von der TAV- Führung und seinem Aufsichtsrat schändlich hintergangen.
Das unfähige Management des TAV müsse abgelöst werden, so Pollmeiers Forderung, auch werde er zu den nächsten Wahlen die Menschen daran erinnern wer für die unsozialen Kostenerhöhungen gestimmt und das unfähige TAV Management gestützt habe.
Klaus Stöber aus Wutha- Farnroda von der BI „Für bezahlbare Gebühren und Beiträge“ rief die Bürgerinnen und Bürger zum Widerspruch auf. Seine BI würde die Gebührenerhöhungen bis zur letzten Instanz juristisch bekämpfen.
Harald Perlt war als Ingenieur für Wasserwirtschaft von 1964 bis zum Jahre 2006 in Eisenach tätig, er kritisierte den Abbau von vielen hochqualifizierten Fachkräften beim TAV, das habe sich sehr negativ auf die Arbeit des Verbandes ausgewirkt so seine Meinung.
Weitere Redner von den Linken, Grünen und anderen Gruppierungen machten ihren Unmut in verschiedenen Redebeträgen Luft.
Bemerkenswert die Worte eines Bürgers: „die Menschen nehmen die Arroganz der da Oben nicht mehr hin“. Ein denkwürdiger Satz gut zwei Jahrzehnte nach der Wende.
Mitteilung an die Presse
Endlich Konsequenzen ziehen
Derzeit liegen den Bürgern die neuen Beitragsbescheide des Trink- und AbwasserVerband Eisenach-Erbstromtal (TAV) mit den erhöhten Kosten vor.
Die meisten dieser Bürger haben keine steigenden Einkünfte, denn die Gehälter und die Renten stagnieren. Das bedeutet dass die Mehrausgaben für Wasser und Abwasser unweigerlich zu Einschränkungen führen. Sei es beim, Essen beim Urlaub, beim Auto, etc.
Vor diesem Hintergrund wäre es eigentlich allein moralisch verpflichtend dass der TAV seine Ausgaben überprüft und spart. Und nicht weiter Millionenbeträge ausgibt, sich weiter verschuldet und noch höhere Zinsen zahlt. In Folge die Gebühren zu Lasten der Bürger erhöht.
Nach der heutigen TAV Verbandsversammlung ist festzustellen, dass der Geschäftsführer Herr Fritz nicht in der Lage ist, ein Unternehmen wie den TAV kostenoptimaler als bisher zu führen.
Die Aufgabe für den heutigen Tag war, Einsparmaßnahmen aus dem KPMG Gutachten abzuleiten und diese den Verbandsräten vorzustellen. Das Ergebnis war ernüchternd.
Es wurde von Herrn Fritz über mögliche Kostensenkungen referiert. Es wurde von ihm berichtet, man könne hier oder da, dieses oder jenes machen. Zum Beispiel wurde dargestellt das man in Zukunft statt täglich nur 2-mal wöchentlich zur Bank fahren wolle um die Kontoauszüge abzuholen…
Zum Ende des Vortrages kam von Prof. Lessig von den Linken die Frage zu welchen genauen Einsparungen in Euro denn die bisherigen Bemühungen geführt hätten.
Die Antwort hat mich sprachlos gemacht. Man habe zwei Autos abgeschafft….
Und sonst bislang nichts.
Ich stelle fest:
Im Interesse der Bürger ist ein kostenoptimales, sparsames Wirtschaften nötig.
Wenn einem Geschäftsführer, der in seinem Bereich für ca. 23 Mio. Euro Kosten verantwortlich ist und dem ein über 100 Seiten langes Gutachten zu möglichen Kostensenkungen vorliegt, nur das Abschaffen von 2 Autos einfällt, dann müssen wir diesen Geschäftsführer entlassen.
Das ist Pflicht der Verbandsräte.
Ich werde daher diese Entlassung beantragen.
Ralf Pollmeier
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