Im Hinblick auf die Landtagswahl am 30. August 2009 führen die
Juso-Hochschulgruppen Thüringen eine Hochschultour unter dem Motto
„Verwaltungsgebühren abwählen“ durch, um gerade die Studierenden
für die wichtigen Themen Bildungs- und Familienpolitik zu sensibilisieren.
Die Hochschultour wird beginnend am 22. Juni 2009 an allen sechs Hochschulstandorten
in Thüringen Station machen. In der Tradition des Bildungsstreikes,
an welchem sich die Jusos engagiert beteiligt haben, dient die Kampagne
nur sekundär dem Wahlkampf, sondern soll primär über die schlechten
Zustände im Bildungsbereich, sowie die katastrophale Familien- und
Arbeitsmarktpolitik in Thüringen aufklären. Vorrangig werden die Juso-Hochschulgruppen
während der Tour den Fokus auf den durch die CDU-Regierung eingeführten
Verwaltungskostenbeitrag legen.
Erik Bodenstein, Sprecher der Juso-Hochschulgruppe Jena, zur Kampagne:
„Der Verwaltungskostenbeitrag ist eine versteckte Studiengebühr und soll
die Akzeptanz dafür bei den Studierenden steigern. Wir sehen Bildung jedoch
als Recht, das allen Menschen unabhängig vom Geldbeutel zugänglich sein muss.
Der Verwaltungskostenbeitrag gehört deshalb abgeschafft. Dieses Ziel wollen
wir mit unserer Kampagne erreichen!“
Sven Malte Sopha, Vorsitzender der Juso-Hochschulgruppe Erfurt, bestätigt:
„Die CDU-Regierung hat die Bildungspolitik eklatant vernachlässigt und die
staatliche Finanzierung immer weiter zurückgeschraubt. Vielmehr lässt sich
die Landesregierung ihren maroden Landeshaushalt von Studierenden gegenfinanzieren.
Dies ist ein Umstand der nicht länger hingenommen werden kann.“
Neben dem Verwaltungskostenbeitrag thematisieren die Hochschulgruppen außerdem
die zunehmende Entdemokratisierung der Hochschulen durch die Einführung von
Hochschulräten sowie die zum Teil mangelhafte Umsetzung des Bologna-Prozesses.