Verwaltungsgebühren abgewählt?

Veröffentlicht am 15.10.2009 in Bildung & Kultur

Verwaltungsgebühren abwählen! – das war das große Anliegen der Thüringer Juso-Hochschulgruppen aus Erfurt und Jena für die Landtagswahlen im August 2009. Zwei Wochen lang besuchten sie deswegen im Rahmen ihrer gleichnamigen Kampagne alle Thüringer Hochschulen, um mit den Studierenden ins Gespräch über die Bildungs- und insbesondere Gebührenpolitik der bisherigen CDU-Regierung zu kommen.Dabei wurde mehr als deutlich, dass auch die Mehrheit der Thüringer Studierenden gegen Verwaltungskostenbeiträge sind.

Für die Juso-Hochschulgruppen ist deshalb die Abschaffung des Verwaltungskostenbeitrages im Koalitionsvertrag mit der CDU unabdingbar. Hannah Brodersen, Mitglied des Vorstands der Erfurter Juso-Hochschulgruppe, hierzu: „Es wurde vor der Wahl versprochen, dass unter einer Regierungsbeteiligung der Sozialdemokraten Bildung beitragsfrei werden werde. Nun muss die SPD sich hierfür auch einsetzen. Dafür sind die Koalitionsverhandlungen die erste Station!“
Die Juso-Hochschulgruppen haben nicht nur Wahlkampf mit dem Nein zum Verwaltungskostenbeitrag betrieben. In den letzten Jahren haben die Jusos, durch verschiedenste Aktionen und durch Gremienarbeit an den Hochschulen, grundlegende Modifizierungen am Thüringer Hochschulgesetz gefordert. So muss die Autonomie der Hochschulen wieder gestärkt, die Einflussmöglichkeiten der Studierenden durch mehr hochschulinterne demokratische Prozesse erhöht und letztendlich der Hochschulrat abgeschafft werden. Erik Bodenstein, Landeskoordinator der Juso-Hochschulgruppen Thüringen dazu: „Wir setzen uns seit jeher für bessere Studienbedingungen ein. Dafür haben wir auch im Konsens mit der SPD gekämpft. Wir erwarten nun, dass die SPD in der Regierung ihre Wahlversprechen an die Studierenden einlöst. Sollte das nicht der Fall sein, bekommen die Juso-Hochschulgruppen unverschuldet ein Glaubwürdigkeitsproblem, welches wohl nicht ohne Konsequenzen bleiben wird.“
Die Hochschulgruppen appellieren deswegen nochmals an die Verhandlungsführer der SPD, die grundlegenden Forderungen im Koalitionsvertrag mit der CDU unterzubringen. "Durch Christoph Matschies angekündigten politischen Wechsel müssen jetzt konsequente Korrekturen am Hochschulgesetz folgen. Eine andere Politik können wir nicht billigen. Ganz im Gegenteil...", unterstreicht Erich Tscherner, Sprecher der Juso-Hochschulgruppe Jena die Situation.

 
 

Homepage Juso-HSG Jena

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