Mit Blick auf das heute von Verkehrsminister Carius vorgestellte Betriebskonzept für den Flughafen Erfurt-Weimar fordert Sabine Doht, die verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, realistische Schlussfolgerungen aus der Entwicklung im Luftverkehr zu ziehen. Laut der Landtagsabgeordneten sei das prognostizierte Verkehrsaufkommen von bis zu 350.000 Passagieren unrealistisch, da die Prognose von der Verdoppelung des Verkehrsaufkommens in den kommenden Jahren ausgehe. ?Angesichts der absehbaren künftigen Entwicklungen im Luftverkehr sind diese Prognosezahlen unrealistisch?, schätzt Doht.
Auf Grund der gravierenden Strukturänderungen in der Luftverkehrsbranche und der veränderten Wettbewerbssituation stünden hier große Fragezeichen. Insbesondere die Inbetriebnahme der ICE-Strecken in Richtung Leipzig-Berlin würde sich von 2015 an deutlich auswirken. „Ich befürchte, dass ein Betriebskonzept auf der Basis unrealistischer Prognosezahlen hohe finanzielle Belastungen für den Landeshaushalt nach sich ziehen wird“, so die SPD-Politikerin. Angesichts des unausweichlichen Personalabbaus am Erfurter Flughafen forderte die Sozialdemokratin von Carius einen Sozialplan, der die Interessen der Beschäftigten so weit wie möglich berücksichtigt. „Die Menschen, die sich mit viel Elan in die Entwicklung des Flughafens eingebracht haben, dürfen nicht die Leidtragenden der verfehlten Verkehrspolitik vergangener Legislaturperioden werden“, stellt Doht klar. David Ortmann Mitarbeiter in der Pressestelle