Der jetzt vorgelegte Entwurf der Landesregierung zum Doppelhaushalt 2006/2007 ist für die jugendpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion, Antje Ehrlich-Strathausen, Anlass zu massiver Kritik.
Mit der Zusammenlegung von Jugendpauschale und Schuljugendarbeit verschleiere die Landesregierung das tatsächliche Ausmaß der Kürzungen, sagte die Jugendpolitikerin. ^
Nachdem die Mittel für die Jugendarbeit und Schuljugendarbeit bereits im vergangenen Jahr von 15,2 Millionen Euro auf 10,5 Millionen Euro reduziert wurden, sei nun eine erneute Absenkung auf nur noch 9 Millionen Euro beabsichtigt.
?Wer innerhalb von zwei Jahren 40 Prozent der bisherigen Förderung streicht, dem ist die Jugendarbeit nichts wert?, erklärte die SPD-Abgeordnete. Die Unterzeichnung so genannter Jugendwertpapiere - Verpflichtungserklärungen von Mitgliedern der Landesregierung für die Jugendarbeit - sei angesichts des Haushaltsentwurfes purer Zynismus.
Unter den sich jetzt abzeichnenden Bedingungen existiere die gerade begonnene Zusammenarbeit von Jugendarbeit und Schule zukünftig nur noch auf dem Papier. Zudem belaste die Landesregierung die Kommunen erneut stark.
Die Schließung von Jugendclubs, der Wegfall weiterer Freizeitangebote für junge Menschen sowie die faktische Abschaffung der Schulsozialarbeit seien bereits absehbar. ?Kürzungen in diesem Umfang und in diesen Bereichen sind jugend- und damit auch familienfeindlich?, erklärte Ehrlich-Strathausen.