
Südthüringer Zeitung STZ berichtet
Springen – Über ein Sparschwein mit 111 Euro Inhalt und einen Sack Hundefutter freuten sich Tierheimleiterin Inge Rilk und Vorstandsmitglied Inka Sollmann. Vertreter des Juso-Kreisverbandes Eisenach/Wartburgkreis hatten, angeregt durch Zeitungsberichte und persönliche Gespräche mit Inge Rilk, beim Wandertag zur Krayenburg und zur Kreiswahlkonferenz des SPD-Bundestagsabgeordneten Ernst Kranz um Spenden für das Tierheim Springen gebeten.
Hier bestehe dringend Handlungsbedarf, denn die Tierheimleiterin leiste mit ihrem aus zwei Festangestellten und einer geringfügig Beschäftigten bestehenden Team die gesamte Woche über von früh bis spät vollen Einsatz.
„Wir erfuhren, dass das Tierheim Springen für den gesamten Wartburgkreis zuständig ist und die Stadt Eisenach gemeinsam mit der Hörselberggemeinde ein weiteres Tierheim in Eisenach betreibt“, sagte der stellvertretende Kreisvorsitzende Timo Jacob. Die jungen Sozialdemokraten informierten sich auch über Anzahl der Tiere und deren Versorgung. Beispielsweise werden neu aufgenommene Tiere von einer Tierärztin untersucht, entwurmt und gehen erst dann in die Vermittlung. Dies verursacht hohe Kosten. Tierfutter wird über den Einzelhandel und durch Spenden bezogen. Um die Kosten möglichst gering zu halten, werden auch Sonderangebote genutzt und teilweise Futter auch selbst hergestellt.
Bei den im Heim aufgenommenen Tieren handelt es sich meist um verletzte, ausgesetzte Tiere. Aber auch gesunde Tiere und Pensionstiere werden dort zur Pflege abgegeben. Durchschnittlich werden etwa 80 Katzen und 30 Hunde im Tierheim betreut.
Die Spende der Jusos soll für Futter und Kastrationen verwendet werden. Inge Rilk und Inka Sollmann unternahmen mit den sehr interessierten Spendern noch einen Rundgang durch das Tierheim. Zu jeder Zeit sei das Heim auf Spenden und Zuwendungen angewiesen, machte Inka Sollmann deutlich. gdt
Die Jusos ziehen daraus die politische Konsequenz, dass schon den Kindern in der Schule ein liebevoller Umgang mit Tieren vermittelt werden muss. Was von Kindesbeinen anerzogen wird braucht später nicht mit Gesetzen erzwungen werden.