Über ernsthafte Themen im Plauderton gesprochen - Minister und Bürgermeister im Gespräch

Veröffentlicht am 03.07.2008 in Allgemein

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD)

Vielleicht ist es ja die Masche von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD): Entspannt zurück gelehnt stellte er im Plauderton Fragen zu ernsthaften, die Situation vor Ort betreffenden Themen an den Greizer Bürgermeister Gerd Grüner. Der Parteikollege antwortete ihm nicht ganz so locker, dafür ehrlich. Klar, zwölf Prozent Arbeitslosigkeit kann man nicht ignorieren. Aber Greiz hat auch Positives zu bieten, beispielsweise die Firmen Innofol oder Akzo Nobel, so Grüner.

Beeindruckt war Gabriel schon bei seiner Ankunft vom Oberen Schloss. "Gerd Grüner ist auch ein stolzer Schlossherr", verriet Landtagsabgeordnete Heike Taubert (SPD) dem Bundesminister. Der wollte wissen, ob sich das Schloss touristisch vermarkten lasse. "Wir sind dabei, es zu vermarkten. Seit wir dort bauen, interessieren sich die Leute dafür", so der Greizer Rathauschef. Doch, und das sei der Makel, meist sind es lediglich Tagestouristen, die in die Park- und Schlossstadt kommen.

Interessiert zeigte sich Sigmar Gabriel auch an der Arbeit der Jusos, der Jugendorganisation der SPD. 15 aktive Jusos in Greiz, über 40 im Kreisverband gebe es, erfuhr der Genosse so. Auch dass die jungen Politikengagierten intensiv am Unterschriftensammeln fürs Volksbegehren beteiligt sind und dass sie eine Kinoreihe veranstalten, in der sie sich mit Themen wie Klimawandel oder Rechtsextremismus beschäftigen. "Sie machen richtig politische Arbeit", lobte Heike Taubert.

Schnell war man auch beim Thema Wahlen angekommen. "Warum ist die SPD hier entgegen dem Trend so stark", fragte Sigmar Gabriel. Noch bevor Gerd Grüner antworten konnte, schob Taubert ein: "Weil sie so gut sind." Damit gab sich Gabriel erst einmal zufrieden. Der Bundesminister sieht aber die Probleme seiner Partei. "Wenn sich die PDS im Westen stabilisiert, dann wird das ein Problem für die SPD", ist er sicher. Und schießt sogleich gegen die Linken: "Die verrückten Wessis sind alle hier in der PDS angekommen." Trotzdem werden wohl die Sozialdemokraten nicht umhinkommen, sich inhaltlich mit dem, was die Linken sagen, auseinander zu setzen, so Gabriel. "Die SPD muss ein klares Profil haben", findet er und sieht eine gelungene Kommunalpolitik aus beste Ausgangssituation für den Erfolg seiner Partei.

Damit hatte er Gerd Grüner den Ball zugespielt, der ein wenig beklagte, dass Kommunalpolitiker wenig Achtung erfahren. "Wenn wir abstimmen, werden wir danach gefragt, warum wir in der Sache die Hand gehoben haben oder nicht. Das ist bei Bundespolitikern anders", meint Grüner. "Kommunalpolitik ist doch gerade das Spannende", entgegnete Sigmar Gabriel und fuhr fort: "Ihr seid doch viel direkter dran, merkt es eher, wenn etwas klappt oder eben nicht."


Quelle (Text): Katja Grieser, OTZ, Lokalradaktion Greiz, Ausgabe vom 29.06.2008
Quelle (Foto): Pressefoto von http://sigmargabriel.de
 
 

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