Janek Löbel - Vorsitzender Werkausschuss jenarbeit Im Jahr 2010 startete im Jobcenter der Stadt Jena das Projekt „Bürgerarbeit“. Dafür wurden über den Europäischen Sozialfond für eine Dauer von drei Jahren die finanziellen Mittel bereitgestellt. Da das Projekt nun beendet ist, lud die Leitung des städtischen Eigenbetriebes jenarbeit, Eberhard Hertzsch, am Dienstag zu einer Pressekonferenz ein, um gemeinsam mit den Vorsitzenden des Werkausschusses, Janek Löbel (SPD), ein Resümee zu ziehen.
In einer ersten Phase des Projektes wurden 600 Personen in einer Aktivierungsphase betreut. Anschließend waren in Jena 110 BürgerarbeiterInnen bei Unternehmen und Trägern beschäftigt. Dabei reichten ihre Aufgaben von der Arbeit mit Senioren bis zu Aufgaben im Denkmalschutz. Während ihrer gesamten Tätigkeit wurden die TeilnehmerInnen von einem Coach des Jobcenters intensiv begleitet immer mit dem Ziel, eine feste Beschäftigung nach dem Projekt „Bürgerarbeit“ zu erreichen.
Nach dem Auslaufen der letzten Bürgerarbeitsplätze kann man im Ergebnis ein positives Fazit ziehen. Bis zum heutigen Tag konnten 24 TeilnehmerInnen einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis aufnehmen und für weitere sechs Personen steht eine Weiterbildung an.
Eines der Jenaer Unternehmen, das sich am Projekt „Bürgerarbeit“ beteiligt hat, ist das Saale Betreuungswerk der Lebenshilfe Jena. Insgesamt vier Bürgerarbeitsplätze wurden hier für drei Jahre geschaffen. Die Einsatzorte lagen in drei Wohnstätten und in einer Außenwohngruppe für Menschen mit geistiger Behinderung. Von den „Bürgerarbeitern“, die hauptsächlich Aufgaben übernahmen, die sonst im Tagesgeschäft zu kurz kamen und auf diese Weise die Teams in den Wohnstätten vielfältig unterstützten, konnten insgesamt 3 Beschäftigte in eine Festanstellung übernommen werden. „Damit ist das Saale Betreuungswerk der Lebenshilfe Jena auch ein positives Beispiel für den Erfolg des Projekts.“ stellt Janek Löbel fest.
„Es ist schade, dass das Projekt „Bürgerarbeit“ nun ersatzlos ausgelaufen ist. Über einen Zeitraum von drei Jahren hatten die TeilnehmerInnen nicht nur eine berufliche Beschäftigung sondern eine Perspektive, um anschließend eine feste Beschäftigung zu finden. Das Ziel muss nun sein, ein Folgeprojekt zu schaffen, auch um zu verhindern, dass das in den letzten Jahren positiv Erreichte nun wieder verloren geht.“ so Janek Löbel.