Foto - Tour de Salz:
Johannes Woth, VG-Vorsitzender Berka/Werra - Ernst Kranz, MdB - Heiko Gentzel, MdL und Karin Richardt, Mitarbeiterin Sabine Doht, MdL (v.l.n.r.) zur Protesttour "Tour de Salz" am vergangenen Sonntag vor der Werrabrücke in Dankmarshausen.
Mit der Radtour "Tour de Salz" von der Quelle bis zur Mündung der Werra haben 20 Amateurradfahrer aus Bad Sooden-Allendorf auf das Probelm der Versalzung des Flusses aufmerksam gemacht und ein Zeichen gegen die Verschmutzung der Werra gesetzt.
Die Biker legten nach ca. 130 km in Dankmarshausen einen Zwischenstop ein und wurden mit viel Beifall begrüßt. Auf einem Multicar mit 1000 kg Salz, wurde anschaulich gezeigt, wieviel Salz innerhalb von 25 Sekunden hier in der Werra entlang fließt.
Sabine Doht fordert den sofortigen Stopp der Einleitung von Kaliabwässern in die Werra - Runder Tisch darf keine Alibiveranstaltung bleiben
Den sofortigen Stopp der Einleitung von Kaliabwässern aus dem
hessischen Neuhof forderte Sabine Doht anlässlich der gestrigen Mitgliederversammlung der Werra-Weser-Anrainerkonferenz, deren Mitglied sie ist. Für die weitere Einleitung gibt es aus Sicht der SPD-Politikerin keinerlei Genehmigung. Dennoch würden seit über einem Jahr täglich rund 200 LKW-Ladungen in die Werra eingeleitet.
“Die Thüringer Landesregierung muss schnellstens alle Hebel in Bewegung
setzen, um diese ungenehmigte Einleitung zu beenden“, sagte Doht und verweist auf den entsprechenden Beschluss des Thüringer Landtages Mitte Juli 2008 auf Antrag der SPD-Fraktion.
“Es kann doch nicht sein, dass die Thüringer Landesregierung untätig
bleibt und immer wieder auf den Runden Tisch zum Thema Gewässerschutz Werra/Weser und Kaliproduktion verweist. Umweltminister Sklenar darf diesen Runden Tisch nicht als Alibi für sein Nichtstun missbrauchen“ kritisiert die Abgeordnete. Zumal die Arbeit des Runden Tisches nach Auffassung der Mitglieder der Werra-Weser-Anrainerkonferenz zu wünschen übrig lasse. Kritischer Sachverstand aus den Reihen der Anrainerkonferenz, die u.a. die Interessen der Kommunen entlang Werra und Weser vertritt, wurde am Runden Tisch nicht zugelassen. Die bisherige Arbeit des Runden Tisches lässt keine Lösungen für die Probleme der Werra–Anrainerkommunen, z.B. für die Gemeinde Gerstungen erwarten.
„Thüringens Umweltminister Sklenar darf sich nicht länger unter dem Runden Tisch verstecken“, so Doht. Die SPD-Fraktion wird mit einem parlamentarischen Antrag für die nächste Plenarsitzung einfordern, dass die Landesregierung die Schwerpunkte und die Effizienz der Arbeit des Runden Tisches bewertet.
Der Runde Tisch wurde von den Ländern Thüringen und Hessen gemeinsam ins Leben gerufen und hat die Aufgabe, Lösungsvorschläge zur Verbesserung der Wasserqualität in Werra und Weser zu erarbeiten.