Petra Heß, Andrea Nahles und Ralf Pollmeier in Berlin Von Petra Heß
Noch am Samstagvormittag, des 29.5.2010, saßen Ralf Pollmeier und Petra Heß in Förtha zum SPD- Kreisparteitag. Dort hielt Petra Heß als benachbarte Kreisvorsitzende ein Grußwort und Ralf Pollmeier stellte sich der Wiederwahl zum Kreisvorsitzenden - die schließlich auch mit 89% glückte.
Und schon am Abend trafen sich beide Thüringer Kreisvorsitzende erneut –diesmal in Berlin. Nicht in einem Saal eines Landgasthauses, sondern auf einem Schiff, welches interessante Passagiere an Bord hatte.
Rund 180 Kreis- und Unterbezirksvorsitzende trafen sich mit der Generalsekretärin Andrea Nahles und der Bundesgeschäftsführerin Astrid Klug und diskutierten in angeregter Atmosphäre über den Zustand der SPD.
Diese „Schiffstour“ bildete den Auftakt zu einer Tagung, zu der Bundesvorsitzender Sigmar Gabriel einlud, um mit „seiner Basis“, den rund 260 anwesenden Kreis- und Unterbezirksvorsitzenden ,die Ortsvereinsbefragung, die wenige Wochen zuvor erstmalig in der Geschichte der SPD stattfand, auszuwerten.
Da stand in der Presse geschrieben:
SPD rechnet mit ihrer Führung ab!
Weit gefehlt, mit Abrechnung hatte dieses Forum wenig zu tun, sondern mit einer spannenden, (selbst) kritischen und zugleich sehr offenen Diskussion über den Zustand unserer Partei.
Und man kaufte dabei dem Vorsitzenden sehr wohl ab, dass das was an Kritiken, Anregungen und Diskussionen eingebracht wurde, auch gewollt und gewünscht war.
Über die Ergebnisse der Befragung werden alle Ortsvereine sehr ausführlich informiert, das will ich an dieser Stelle nicht tun, doch die wichtigsten Schlussfolgerungen will ich noch einmal ausführen.
Wir brauchen mehr gegenseitige Verbindlichkeit in der innerparteilichen Zusammenarbeit.
Wir brauchen mehr Dialog nach außen – auf allen Ebenen von der Parteispitze bis zum Ortsverein.
Wir brauchen mehr Mut, Dinge zu ändern, die wir besser machen müssen, um als Partei zukunftsfähig zu sein.
Genau diese Schlussfolgerungen treffen auf alle Ebenen zu – auch hier in Thüringen. Wir wünschen uns nur, dass es künftig mehr dieser offenen und vor allem ehrlichen Foren geben wird, ohne dass das durch die Medien wieder als „Abrechnung“ verstanden wird.
Nur so kommen wir in unserer Arbeit, die, das wird bisweilen vergessen, ehrenamtlich zu leisten ist, wirklich vorwärts.