
Das hervorragende Abschneiden Thüringens bei der neuen IGLU-Studie
zeigt, dass eine integrative Schule mit heterogenen Lerngruppen auch im
internationalen Maßstab Spitzenleistungen erreichen kann.

Das hervorragende Abschneiden Thüringens bei der neuen IGLU-Studie
zeigt, dass eine integrative Schule mit heterogenen Lerngruppen auch im
internationalen Maßstab Spitzenleistungen erreichen kann.
Dieses Resümee zieht Hans-Jürgen Döring, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, aus der heute vorgestellten Auswertung IGLU-E
2006. Thüringen hat dort bei der Gesamtbewertung der Lesekompetenz
international Platz 2 belegt. Bei einer Reihe von Teildisziplinen ist
der Freistaat zudem nationaler IGLU-Sieger geworden. "Diese Resultate
sind vor allem dem großen Engagement der Thüringer Grundschullehrer zu
verdanken", sagt Döring. Einen weiteren Grund für Thüringens
herausragende Platzierung sieht er in der neuen, auf individuelle
Förderung abzielenden Lernkultur an vielen Grundschulen im
Freistaat.
Frappierend ist für den Bildungspolitiker die Differenz zwischen
Thüringens IGLU-Ergebnissen und dessen jüngsten Resultaten bei
PISA-E. "Während die Grundschüler mit ihrer Lesekompetenz zur
internationalen Leistungsspitze zählen, liegen die bei PISA getesteten
15-Jährigen im gleichen Kompetenzbereich nur knapp über dem
OECD-Durchschnitt", sagt Döring. Bei PISA-E 2006 habe der Rückstand
Thüringens auf die internationalen Spitzenstaaten in Sachen Lesekompetenz rund 50 Leistungspunkte betragen. Das entspreche fast zwei Schuljahren. "Anders als die Grundschule ist das gegliederte Schulwesen nach Klassenstufe 4 im internationalen Vergleich wenig leistungsfähig", schlussfolgert Döring. Wichtigstes bildungspolitisches Ziel müsse es daher in Thüringen sein, das gemeinsame Lernen über die Grundschulzeit hinaus bis einschließlich Klassenstufe 8 zu verlängern. Mit ihrem Modell der Thüringer Gemeinschaftsschule zeige die SPD-Fraktion hierfür einen gangbaren Weg auf.
Homepage Hans-Jürgen Döring
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