Nach der Auszählung der Stimmen zur Wahl des Studierendenrates der Friedrich-Schiller-Universität Jena am gestrigen Donnerstag steht fest: auch im nächsten Jahr wird es in der Studierendenvertretung eine linke Mehrheit geben.
Damit haben sich die Studierenden klar gegen den von der CDU-Merheit im Landtag erst kürzlich eingeführten Verwaltungskostenbeitrag entschieden, für dessen Abschaffung sich die Jusos im Wahlkampf wesentlich einsetzten. Mit ihren neun Mandaten im neu gewählten StuRa wird sich die Juso-Hochschulgruppe auch im nächsten Jahr für sozial gerechte Studienbedingungen einsetzen. Die beiden Juso-Senatoren werden weiterhin den Kurs der Hochschulleitung bei der Ausbildung einer Eliteförderung und der Umstellung der Studien- und Prüfungsordnungen im Rahmen der Bologna-Reform kritisch begleiten.
Auf die Strategie der unionsgeführten Landesregierung, über den Ring Christlich Demokratischer Studentenschaften (RCDS) eine Mehrheit in der Studierenvertretung zu erhalten und so studentische Proteste gegen die Hochschulpolitik der Thüringer CDU im Wahljahr 2009 zu verhindern, sind die Jenaer Studierenden nicht hereingefallen. Mit enormen finanziellen Aufwand versuchte der CDU-nahe Studentenverbund bei der diesjährigen Wahl, Studierende für sich zu gewinnen. Mit ihrem Wahlziel sind sie deutlich gescheitert.