In seiner Sitzung am vergangenen Montag hatte der Landesparteirat der SPD Thüringen sich vorgenommen, einen neuen Vorstand zu wählen. Der langjährige Vorsitzende Willhelm Schreier wurde mit großer Mehrheit erneut für zwei Jahre im Amt bestätigt. Als Stellvertreter kandidierten Frank Warnecke aus Erfurt, Frank Stamm aus dem Wartburgkreis und der vom Ilm-Kreis entsandte Stephan Kunze.
Gleich im ersten Wahlgang und mit einem erstaunlich guten Ergebnis wurden Stephan Kunze und Frank Warnecke gewählt. Damit stellt der Ilm-Kreis neben Herbert Windmiller im Landesvorstand einen zweiten wichtigen Vertreter auf Landesebene.
Nach seinen Zielen und Vorstellungen gefragt, antwortete Kunze: „Wir müssen versuchen im Parteirat die einzelnen Kreisverbände mehr zu vernetzen und besser in die Landespolitik einzubeziehen. Der Parteirat darf nicht zum Debattierclub werden.“ Er freue sich über seine Wahl und das gute Ergebnis und sehe die nächsten beiden Jahre als Herausforderung die es zu meistern gilt. Die Thüringer SPD will 2009 mit ihrer Politik die der Althausregierung ablösen und auch im kommunalen Bereich wieder bessere Ergebnisse einfahren.
Der Landesparteirat ist neben dem Landesvorstand das wichtigste Gremium in der Zeit zwischen den Parteitagen und setzt sich aus einem Mitglied pro Kreisverband zusammen. Er berät und kontrolliert den Vorstand und soll ein Abbild der Partei darstellen und wird daher auch teilweise als „kleiner Parteitag“ bezeichnet. So wurde der Landesparteirat in den vergangen Jahren immer wieder in Grundsatzfragen und Personalentscheidungen zu Rate gezogen.